21-07-20-CoTaBu-Ich packe meine Koffer – Samtpfoten – Inzidenzen

Was Kostenz betrifft: Ich werde in diesem Leben nicht mehr lernen, den Koffer nicht allzu voll zu packen. Von Ingrid weiß ich, dass ihre Kursgruppe zwar aufmerksam, aber passiv ist. Das heißt selber ackern. Stoff, der bei Aktiven, die Fragen stellen und mitmachen, für Tage reicht, könnte bei „Konsumenten“ ausgehen. So habe ich ein abwechslungsreiches Programm in petto. Was mir – von Grund auf – fehlt, ist ein Maß. Keine Vorstellung von Raum und Zeit. Nie werde ich vergessen, als ein bestens dotierter Referent, für die Caritas ganztags engagiert, mittags fertig war, weil er gegen Wände lief. Wie immer bin ich angespannt, was sich erst löst, wenn ich mittendrin bin, hoffentlich wie der Fisch im Wasser. – Mit Sonja hatte ich während ihrer Urlaubswoche – im Gegensatz zu sonst – keinen Kontakt. Meine Strategie: mich verhalten, als ob nichts wäre. Letztes Mal hat sich nach zwei Wochen gezeigt, dass es weiterschwelte und jede Form des Austragens vergebens gewesen war. Äußerlich „locker und umgänglich“ bleibe ich gefasst auf alles. Dennoch passierte es mir mir gestern, dass ich ihr sagte, als ich auf Station ging (was sie jetzt nicht mehr tut, weil sie sich kritisiert fühlte, als ich andeutete, sie müsse sich nicht jedesmal abmelden, wenn sie nur aufs Klo geht) und ich spürte, dass es fast kippte, als ich sagte „ach, du gehst schon?“. Sie rechtfertigte sich, sagte aber gleich, das wolle sie ja nicht mehr. Wie konnte es überhaupt passieren, dass ich „schon“ sagte: für sie eine Kritik? Ist sie faul? „Schwänzt“ sie Arbeitszeit? Sie war morgens schon zur Unzeit dagewesen um eventuelle Notizen von Renate abzuarbeiten. Also: fair, freundlich, wohlweislich, dass darunter Abgründe lauern. Freundliche Distanz! – Und: Woher kommen steigende Fallzahlen, wenn die Menschen großteils geimpft sind?

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Bestimmt wirst du mehr als genug Programm haben und sicher wird die Gruppe durch dich angeregt sein, sich einzubringen. Dass die Inzidenzzahl wieder wächst, ist beunruhigend. Ob sich jetzt die Impfmüdigkeit zeigt?

  2. Beate sagt:

    ich bekomme immer wieder Anrufe von Leuten, die 1x geimpft sind und Corona haben-echt beunruhigend! Die Spannung zwischen Sonja und Dir ist förmlich spürbar, sie scheint sehr verunsichert zu sein. Doch Deine Strategie wäre in dem Fall auch meine: einfach normal mit ihr reden und höflich sein…Ich drück Dir die Daumen, dass sie sich locker macht! Und: Gutes Gelingen für das Seminar im Bayerischen Wald!

  3. Renate sagt:

    Du wirst die Gruppe schon motivieren, davon bin ich überzeugt. Dass das Kraft kostet glaube ich allerdings auch. Mit Sonja wird es hoffentlich wiedereinmal unverkrampfter. Es ist doch sehr anstrengend sich jedes Wort zu überlegen.

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