Gedanken zu gestern und heute

Gestern war ich so müde, dass mir schon um kurz nach 20 Uhr bei der Tagesschau die Augen zugefallen sind. Ich bin ausnahmsweise früher als Hubert ins Bett gegangen, habe aber wieder nicht sehr erholsam geschlafen und bin noch müde aufgestanden. Dann freue ich mich immer aufs länger Schlafen am Wochenende, aber ausgerechnet an den freien Tagen wache ich von selber früh auf. Ich bin noch im Kinderzentrum, habe aber schon alles fertig und breche gleich auf. Heute möchte ich mal wieder ein bisschen shoppen gehen. Täglich stehe ich vor meinem Kleiderschrank, der gar nicht so leer ist. Dann ziehe ich doch immer wieder dieselben Sachen an, weil mir Vieles nicht mehr gefällt oder nicht gut passt. Am Abend wollen Hubert und ich noch einmal zu dem Geheimtipp-Italiener gehen, der uns neulich so gut gefallen hat, als wir mit Freunden dort essen waren. Morgen nach dem Frühstück und Markteinkauf werden wir noch mal zum Schliersee fahren. In letzter Zeit haben Hubert und ich nicht so viel Zeit allein verbracht. Jetzt freuen wir uns beide auf dieses Wochenende, in dem sonst keine Termine und keine Verabredung anstehen. Mir geht noch das Gespräch mit Rolf und den Kindern nach. Wie mag es den Kindern gegangen sein? Ich kann ja mit Abstand auf Sören und seine Unzulänglichkeiten bzw. seine Anteile an dem Geschehen in Aham schauen, weil ich ihn sehr gut kenne und jetzt weit genug von ihm entfernt bin. Aber für Maja und Jaron ist das sicher anders. Für sie ist Sören der Vater, der aktuell leidet und sich schlecht behandelt fühlt und mit dem sie sich möglicherweise identifizieren und solidarisieren. Dazu haben sie sich aber nicht geäußert. Beide wollen sich da heraus halten und gar nicht Stellung beziehen. Jaron fährt heute an die Ostsee, wo er mit seiner Ex-Freundin, deren Bruder und Mitbewohner eine mehrtägige Segeltour antritt. Nur die Ex-Freundin hat einen Segelschein und den  erst seit kurzem. Ich bin ein bisschen besorgt, ob das gut geht. Andererseits bin ich froh, dass Jaron etwas unternimmt und nicht nur daheim am Computer sitzt. Auch ist er ein erwachsener Mann und wann soll man sonst Abenteuer erleben?. Ich hatte in seinem Alter schon ein Kind. Apropos, gestern war im Kinderzentrum bei mir eine Mutter, die ihr Kind mit 14 Jahren bekommen hat. Das hatte ich auch noch nie. Der Vater ist ein  geduldeter Flüchtling von 25 Jahren und lebt in Hamburg. Die beiden haben sich über Instagram kennengelernt und sind noch zusammen, wollen sich gemeinsam um das Kind kümmern. Aber der Vater ist angezeigt (ich nehme an wg. Verführung Minderjähriger), und darf die beiden nicht besuchen, sie leben in einem Mutter Kind Heim für minderjährige Mütter.

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Eine Antwort

  1. Heike sagt:

    Oh Gott, ist das traurig mit der jugendlichen Mutter und dem angezeigten Vater! Wie gut sie`s vielleicht auch meinen mögen: kann sowas gutgehen? – Deine armen „Kinder“ sind möglicherweise konfliktgeübt genug. Das zeigt sich, indem sie gar nicht erst Stellung beziehen, was andernfalls eine natürliche Spontanreaktion wäre.

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