21-08-07-CoTaBu-Vincent mit dem echten Sternenhimmel abschließen

Für Donnerstag sind Jakob und Anna angesagt. Sie wollen allerlei unternehmen, eventuell nach Wien fahren, vielleicht am Ende doch nicht, sodass ich mich einstelle, mein Schneckenhaus zu verlassen. Sie nehmen bei Michael Quartier – erholsamer, freier und mehr Luft füreinander als unter meinen Fittichen (und Krallen)? Allerdings füllt sich gerade Michaels Haus – ungewohnt. Gestern habe ich meine van Gogh „Studien“ abgeschlossen. Aus einem der ungezählten Bücher des früh gefallenen Bruders Oskar meiner Mutter, der bereits mit Anfang zwanzig viel Literatur und Kunst gesammelt und stets äußerst charakteristisch „signiert“ hatte, einen Band mit Drucken angeschaut, dann herausgelöst; das Buch selber werfe ich weg. Es war aus seiner Prager Zeit; niemand von uns spricht tschechisch. (Aus seinen Hinterlassenschaften beherberge ich übrigens auch schon allerhand Japanisches!). Meine beiden Büchlein mit teils scheinbar banalen Erläuterungen durchgesehen; entsprechende Deutungen über Farb- und Motivauswahl aber dann in den Briefauszügen gefunden. Diese bis zu Ende durchlitten; bereut, dass ich Peters 3-bändige Gesamtausgabe weggegeben habe; recherchiert, dass ich sie über Gutenberg auf meinen Tolino laden könnte, wenn ich noch wüsste, wie das geht. – Ganz wichtig ist mir, mich auf die kommende Himmelskonstellation einzustellen – vielleicht zusätzlich durch „Sternenhimmel“ inspiriert (diese spirituellen Betrachtungen! In der IGGS habe ich vor Jahren für die Webseite UNTERM STERNENHIMMEL als meinen Inbegriff von Spiritualität angegeben!). Die nächsten Tage soll in Venus‘  Nähe ein haarscharfer Sichelmond auftreten – wenn nur der Wolkenschleier sich bis dahin wieder verzieht! So bezogen wir gestern auf der vorsorglichen Suche nach dem optimalen Aussichtspunkt um die fragliche Zeit (Sonnenuntergang 19:45; Venus 20 Minuten später) in Aufkirchen auf einem Hügelkamm mit Blick nach Westen Posten. Die Venus trat ins karminrote Firnament, während im Südosten Jupiter erstrahlte. Fledermäuse flatterten, Mücken stachen. Unsere Position muss „sitzen“ bis morgen, wenn der Sichelmond hinzukommt!

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

5 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Geizig wird man mit seinen freien, selbstgestalteten, letzten Urlaubstagen. Freuen wirst du dich über den Besuch von Jakob und seiner Freundin natürlich auch. Ich hatte sehr schöne Bildbände von van Gogh, noch aus meiner Verlagszeit. Woher weißt du von der aktuellen Himmelskonstellation? Schaust du im Internet nach?

    • Heike sagt:

      Woher weiß ich es? Ich hab mich an den letzten Vollmond erinnert und innerlich gerechnet (weil ich fürs Haikudichten auch ein Mondmotiv erhoffe, aktuell natürlich!; dann nachgegoogelt und mich informiert, damit ich es ganz genau weiß, denn mir nützt es ja nichts, wenn ich den Mond mitten in der Nacht suchen muss (was ich allerdings auch manchmal tue: dass ich mich nächtens aus dem Fenster lehne oder auf den Balkon gehe).

  2. Ines sagt:

    Wieviel Energie du für dieses Himmelsereignis einsetzt, finde ich beachtlich. Hoffentlich war die Sicht heute gut. Das Sammeln von Kunst und Literatur scheint in der Familie zu liegen. Beides, Sternenhimmel und Sammeln, ist in meinem Leben kaum vorhanden.

    • Heike sagt:

      Ich habe schon als Kind meine Mutter stundenlang gelöchert, dass sie mir Sonne, Mond und Sterne erklären soll und wollte damals Astronomin werden, später auch Astronautin, hatte es aber nicht mit der Mathematik und Physik. Und ja, Bücher haben eine sehr große Rolle gespielt, auch in den Beziehungen untereinander.

  3. Beate sagt:

    Das ist sehr interessant, denn mein Vater kannte sich auch sehr gut mit den Sternen aus, hatte ein Teleskop, mit dem er regelmäßig in die Sterne schaute. Ich fand das von der naturwissenschaftlichen Seite her nicht so interessant, aber wir hatten gute Gespräche darüber, wie sie Eingang in die Sagenwelt fanden. Dei Onkel war zu seiner Zeit ein Kosmopolit. Angesagt in der Zeit des NS- Staates für gebildete Menschen war es auch, Tschechisch zu können und die Verbindung zu Japan war eine starke. Mit dem Wurf der Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki kam dann die bittere Bestrafung durch die Amerikaner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert