HochZeit

wenn ich mich an Heikes erste Hochzeit erinnere, so war sie getragen von einer gewissen Leichtigkeit. Das ganze Leben lag vor dem Brautpaar, eine Familie gründen, viele Räume offen, viele Experimente möglich. Und sie war getragen von einem großen Ernst, der wilden Entschlossenheit, das gemeinsame Leben zu wagen und voller Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Berührt von diesem großen Schritt haben Heike und ich in das gleiche Taschentuch geschneuzt (es war nur eines greifbar).Heute war ich sehr früh wach und habe mich daran erinnert und ich habe auch immer wieder auch an dem Moment gedacht, als ich Peter’s Todesanzeige im Briefkasten fand, an seine Beerdigung. Die beiden Jungen, noch so klein. Viele Jahre später – HEUTE- das Jawort, das Heike Michael gegeben hat. Nach so vielen Jahren des gemeinsamen Weges. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dass ich eingeladen war. Aber ich habe auch verstanden, dass es auch richtig war. Ich war dabei bei Simons Geburt, Heike war dabei, als Alina zur Welt kam. Wir begleiten einander in den existentiellen Momenten. Auch heute war so viel mehr im Spiel als der Moment, wo die beiden „Ja“ zueinander sagten. Als würde sich das gemeinsame Erlebte verdichten und in ein neues Fahrwasser gleiten. Ich bin gespannt, ob das so sein wird. In jedem Fall wünsche ich viel Gesundheit und weiterhin Verbundenheit und ein gutes Leben miteinander

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Ich glaube, jetzt muss ich noch das Foto von uns beiden appen, oder? Nur so – mit all diesen Wahrnehmungen und Erinnerungen – ist erklärlich, wie es sein konnte, dass die Aufregung so groß war. Wie du sagtest „in dem Alter“!

  2. Renate sagt:

    Wer, wenn nicht du, sollte bei dieser Hochzeit dabei sein? Auch bei diesem wichtigen, wie du schreibst, existenziellen Moment, war es nur natürlich dass du deiner Freundin zur Seite stehst.

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