Junge Kollegin und Planung von Veränderung
Kurz vor Feierabend. Gestern und heute gearbeitet und zum Glück schon wieder Wochenende, solche kurzen Arbeitswochen gefallen mir. Wir haben in unserem Bereich eine neue Psychologin, sie heißt Sarah und ist 23 Jahre alt, jünger als meine Kinder und sie war noch nicht geboren, als ich hier angefangen habe zu arbeiten. Unglaublich wie früh man heute seinen Master in Psychologie machen kann. Sie hat scheinbar so einen guten Eindruck bei unserer Chefin gemacht, dass sie sie trotz fehlender beruflicher und Lebenserfahrung eingestellt hat. Gestern hatte ich sie den ganzen Tag bei mir und habe sie hospitieren lassen und ihr vieles erklärt. Das wird eine Aufgabe werden. Aber sie ist wirklich nett und versteht schnell. Früher hatten wir auch schon ältere neue Kolleginnen mit Berufserfahrung, die derart schwer von Begriff waren, dass es kaum zum Aushalten war. Gestern und heute habe ich wieder das Fahrrad fahren in die Arbeit genossen, da kann ich gut meinen Gedanken nachhängen und bin für mich, was ich ja schätze. Das Zusammenleben mit Hubert, inklusive das ununterbrochene Beisammensein im Urlaub, ist zwar schön, aber es meldet sich dann das Bedürfnis, wieder mal allein zu sein. Ich möchte in diesem Herbst wieder irgend etwas ändern, auch ein Bedürfnis, das ich regelmäßig habe, weil ich sonst in Routinen verhaftet bin. Zum einen habe ich mich für einen VHS-Tanzkurs angemeldet, so eine Art tänzerische Gymnastik. Zum anderen habe ich mich entschieden, das Intervallfasten ab Montag auszuprobieren und habe mir bereits eine App dazu herunter geladen, die helfen soll, das ganze (letztendlich ist es ja nur das Verschieben des Frühstücks um 3 Std) auch wirklich durchzuhalten. Mir geht es dabei nicht so sehr ums Abnehmen, sondern um die gesundheitlichen Vorteile, von denen alle sprechen. Körperlich fühle ich mich nämlich nicht fit. Mir tut immer mal wieder und mal mehr und mal weniger mein rechter Arm und mein Hüftgelenk weh und ich bin so schnell erschöpft und energielos. Das möchte ich in Angriff nehmen. Am kommenden Mittwoch fängt Yoga wieder an und ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt für einen Gesundheitscheck, insb. Blutbild. Im November habe ich übrigens meine erste Vorsorge-Darmspiegelung ausgemacht. Alles neu macht der Herbst.
Dass dir die kurzen Wochen gefallen weist schon ein wenig in die Richtung, in die ich gehe. Die Vorstellung, mich von einer 23-Jährigen begutachten und behandeln zu lassen – mag sie auch noch so begabt sein – bereitet mir Missbehagen. Anders könnte es für die Kinder sein. Sie mögen das bestimmt. Wie aber ist es mit dem Verständnis für die dazugehörigen Eltern? Tänzerische Gymnastik klingt gut für dich, Intervall…ich fürchte, du freust dich trotz „Gesundheitsziel“ über jedes Gramm, das du lassen kannst.
Sehr jung deine neue Kollegin. Ich hätte als Mutter damit meine Probleme. Wenn die Art des Fastens nicht passt, nimmst du nichts ab. Eva erzählte mir heute von noom. Eine ehemalige zu Betreuende von ihr ist begeistert von dieser Abnehmmethode.