21-10-01-Angeschlagen, menschliche Unverträglichkeiten + Administration
Gestern flog mich eine Unpässlichkeit an, die nicht allein dem nervenzerfetzenden Ärger mit Christine geschuldet sein konnte, mit der ich zwischendurch sogar ein nettes Gespräch hatte – überhaupt glaubt sie von sich, sehr gut drauf zu sein, lacht und springt durchs Haus wie aufgezogen, berauscht. Erfreulich, wenn auch ungewohnt, ist, wenn sie nicht über Gott und die Welt richtet. Gestern war es eher privat. Diesmal war sie einmal nicht betrogen und übers Ohr gehauen worden (bzw. lag das schon länger zurück), sondern es ging um etwas Nachvollziehbares mit Hand und Fuß. Wer sich fragt, warum ich den Übergriffen nichts entgegensetze mag Renate fragen. Dass ein „Gespräch“ mit Christine alles nur noch schlimmer macht, weiß das ganze Haus, auch dass ab dem Moment, wo Gregor in Urlaub geht, mit ihr der Hashimoto (Renates Idee) durchgeht und sie sich vor Wichtigtuerei nicht mehr einkriegt; dagegen ist kein Kraut gewachsen. – Jedenfalls war mir nachmittags nicht wohl, Kopfweh hatte ich den ganzen Tag, mir wurde übel und heiß. Es wurde dann doch 17:00, bis ich rauskam, aber ich habe Berührung mit KollegInnen vermieden, empfing die üppige und großzügige Abschiedsbrotzeit, Kuchen und Torte einer 50-jährigen Schülerin in meinem Büro (bevor mir schlecht war!) – sagte eine meiner seltenen Verabredungen mit Heike B. ab und fühlte mich, sobald ich mich daheim ausstrecken konnte, besser. Ganz doll half ein wunderbarer Schlummer – beileibe nicht Tiefschlaf. Lange nicht so intensiv den Zustand zwischen Wach und Traum empfunden, halbwaches Traumgeschehen….was da durch die Sinne zieht! Danach ein bisschen Ferngesehen, bald geschlafen. Heute bin ich nicht perfekt, aber auch nicht krank, ab 5:00 morgens an der Administration. Ändert nur nie eure Namen! Was ist das für ein Aufwand – anders, wenn es durch Eheschließung wäre. So aber bin ich überall bereits beim zweiten Anlauf. Jeder will was anderes, extra Formulare, nicht per Email, sondern beispielswiese online, wo Pfade mittels Fragen haarscharf an meinem Anliegen vorbeiführen. Viel verlorene Zeit.
Der Hashimoto geht mit ihr durch ist zum Schieflachen. Mit Humor lässt es sich besser ertragen. Gut zu wissen, dass Namensänderungen so ein Theater mit sich bringen. Ich hatte nämlich schon mal an einen Doppelnamen gedacht, das wäre dann aber wg. Heirat.
Man hat ja jetzt alle Möglichkeiten. Doppelnamen sind aus meiner Sicht sowas von out, aber damals war es wegen Fabian, der erst elf war. Grigat ist so schön, das könntest du auch behalten. Ist halt so ne Sache…
Dass es so viel zu tun gibt, wenn man verheiratet wird, dürfte wohl auch für manch Anderen nervtötend sein. Die Ämter…Es macht keine gute Laune, ist aber bald erledigt.