21-10-06-CoTaBu-Coronakonflikte + unsagbar zerstörerischer Wahnsinn

Das Hospiz leidet. Ob Christines Art der Stellvertretung noch mehr Kolleginnen krank werden lässt? Sobald ich mit einer allein bin wird Leid geklagt. Jede von uns weiß, dass es mit ihr keinen Umgang gibt. Gregors Charisma, seine Liebe und sein Glaube für die Menschen hält alles zusammen, aber etwas fehlt ihm – das ist die Fähigkeit zu zeigen, was man heute „klare Kante“ nennt – auszutragen, was ansteht. Das Problem besteht, seit Christine im Haus ist. Gestern habe ich die Übergabe verlassen, damit mir nicht der Kragen platzte, als sie einer Kollegin anhaltend wie besessen ins Wort fiel.- Ein Angehöriger hatte mit einer anderen Kollegin einen Konflikt. Er ist auffällig und unangenehm, zugegeben. Er bat um einen Termin. Wie er zu spät kommt, ohne sich zu entschuldigen, obwohl er die Zeit vorgeschlagen hat; wie er sich anschleicht, an meine Tür schlägt wie Knecht Rupprecht. Ich habe ihm meine Wahrnehmung deutlich mitgeteilt. Aber rechtfertigt das noch so auffällige Verhalten eines Angehörigen, dass Christine ihn anruft und zurechtweist (in der Sache richtig, wenn er – widerständig und distanzlos – die Küche betritt – coronabedingt nicht gestattet – und die Maske verweigert), ihn nicht zu Wort kommen lässt, niederbürstet und mit Hausverbot droht? Das Schlimmste: Ich weiß, er übertreibt nicht. Mit ihm lang gesprochen; dann mit seiner Mutter, die von diesen Vorfällen sehr mitgenommen war. Marina, die Kollegin, sprach das an, in der Übergabe, dann nochmal bei mir. Mit Christine will ich darüber nicht reden, weil es sinnlos sein wird und alles nur noch schlimmer macht. Sie bringt es fertig und zerschlägt noch mehr Porzellan. Das eigentliche Problem ist unlösbar, die Misere unentrinnbar. Wie bin ich froh, wenn ich diese Irrsinnige nicht mehr lange ertragen muss. Meine Prognose: Ihre Vertretungsarbeit hat das Zeug, das Haus an die Wand zu fahren. Wir alle aber lieben dieses Haus.

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3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Ich war vor Ort und habe die Stimmung mitgekriegt. Es ist nicht mehr so wie es einmal war. Leider ist Herr Linnemann nicht da, der mit seiner Art Ruhe verbreitet. Ob es möglich ist das Haus in zwei Wochen an die Wand zu fahren, weiß ich nicht. Ich bin auch weniger betroffen als du, die du mehr mit C. zu tun hast.

  2. Ines sagt:

    Oje. Diese Christine scheint das Gegenteil von Gregor zu sein, verbreitet Unfrieden und schlechte Stimmung. Hoffentlich kommt Gregor bald wieder und bleibt dem Hospiz noch erhalten.

  3. Beate sagt:

    Leider habe ich es auch in unserem Laden mitbekommen, dass ein Mensch die Luft so verpesten kann, dass ein nachhaltiger Schaden entsteht. Bei uns wurde es erst besser, als ein Machtwort gesprochen wurde. Das dürfte anstehen, wenn Gregor wiederkommt, sonst geht es immer so weiter!

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