21-10-12-CoTaBu-Langer Tag, Familiäres + Institutionelles

Heute gehe ich später, weil mein Tag bis 20:30 geht. Seit wir – „nach“ Corona – wieder als Gruppe zusammenkommen habe ich immer viele Absagen. So wurden aus zwei Gruppen eine, die ich monatlich wechselweise dienstags oder mittwochs anbiete. Sie sind manchmal trotzdem klein. – Fabian konnte sein MRT-Ergebnis, das er noch amselben Tag verloren hat (wie triggert das all die früheren Jahre an!) angeblich nochmal bekommen. Heute geht`s zum Neurologen; gerade appte er, der sei doch nicht in Erding, wie er glaubte, sondern am Marienplatz (normal hätte er das erst in Erding festgestellt). Wenn Fabian fragt, ob ich ihm ein bisschen was „leihen“ kann gehen die Hunderte dahin. Er wollte Jakob um 6:30 zum Joggen abholen (der bereit war), hat dann aber verschlafen. Wollte jetzt, aber für Jakob ist es zu spät. Der hat heute frei, bereitet aber immer vor und nach, hat mehrmals wöchentlich Polnisch, wofür er zwischendurch lernt. Er guckt sich heute etwas nahe Müllerstraße zur Zwischenmiete an! – Was Beate über ihre aussichtsreichen Angebote schrieb: beneidenswert! Leider steht mir nichts dergleichen ins Haus. Ich bin schon glücklich über das Füßchen, dass ich schreibend bei einigen wenigen Trägern im Programm habe. Spannend, was sich in unseren Betrachteraugen spiegelt, die wir jahrzehntelang Teil davon sind/waren: Der Stern der Landeszentrale verblasst; das namhafte Kinderzentrum dümpelt – womöglich in veralteten Strukturen in neuer Welt; das Hospiz, Vorzeigeprojekt, charismatisch geführt und alle-selig-machend, ist auf dem Boden begrenzter menschlicher Möglichkeiten angekommen. – Aktuell übrigens wieder keine Aufnahmen (sprich: für mich kaum was zu tun), wieder Krankmeldungen ohne Ende. Mit Christine Waffenstillstand. Gregor schwächelt, mit ihm das Team. War es einst undenkbar, sich davon zu entfernen, um nicht den letzten Anschein eigener Bedeutung zu verlieren, sondern uns unsere Institutionen langsam ab, sodass die Zeit nicht nur kommt, sondern herbeigesehnt wird, ihnen den Rücken zu kehren.

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4 Antworten

  1. Renate sagt:

    Wenn du erstmal „frei“ sein wirst kommen auch bei dir die Angebote. Vielleicht gibt es doch einen Marienplatz in Erding? Was heißt Gregor schwächelt?

  2. Beate sagt:

    Wenn Jakob was Vorübergehendes will, kann er sich echt überlegen, ob er bei mir wohnen will. Das Monopol ist um die Ecke…;-) lediglich Mitte November hab ich meiner Nachbarin Asyl versprochen, sie zieht mit ihrer Familie um und braucht für sich und das Baby einen ruhigen Platz. Fabian auf großem Fuß soll Dich nicht um Geld bitten!

    • Heike sagt:

      Das ist wahnsinnig lieb von dir! Aber natürlich könnte er auch bei mir bleiben…Platz habe ich genug, auch das Zimmer und es geht zwischen uns ganz gut (nach anfänglich alten Gewohnheiten). Nur finde ich und auch er, dass der Ort Mutter – bei dir im weitesten Sinn der Orbit Mutter – kein Ort für einen in Kürze dreißigjährigen Mann ist.

  3. Ines sagt:

    Was du von Fabian schreibst, ist schon unglaublich. ADHS hoch zwei. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Ereignisse, wie das Verlieren des MRT Befundes dich an zahlreiche frühere Geschichten mit ihm erinnert. Ein liebenswerter Chaot, aber wirklich schwer zu ertragen. Die großen Geldsummen leihen passt auch dazu.

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