Husten, Ingwer und Reisen
Aus der kleinen Erkältung ist ein satter Husten geworden. Ein blöder Zeitpunkt um krank zu werden. Ich, vom Schlag „mit dem Kopf unterm Arm“ bin im Dienst. Husten kann ich auch im Hospiz. Was mir sehr unangenehm wäre wenn ich dich, Heike, angesteckt hätte. Eine Kollegin schenkte mir heute ein Fläschchen Ingwershot, selbstgemacht und ziemlich rass. (Für Nichtbayern scharf). Ich schneide den Ingwer in Scheiben, Ingrid hat ihn mit dem Zauberstab gehäckselt, mitsamt der Zitrone. Von unserer tschechischen Pflegerin habe ich ein tschechisches Wundermittel bekommen, dessen Wirkung noch ausbleibt. Gelomyrtol, dass ich mir gerade besorgt habe und Bronchipret sollen es richten. Nächsten Freitag muss ich fit sein, da geht’s mit Eva eine knappe Woche nach Mellau im Bregenzer Wald. Mein erster Urlaub seit gut einem Jahr. Irgendwie hat mich Corona ausgeknockt. Davor habe ich gerne kleine Städtereisen, auch längere Urlaube gemacht, die mich, wenn ich schon an die Zugfahrten mit Maske denke, überhaupt nicht reizen. Ich hoffe die Lust dazu kommt wieder.
Im Moment fühle ich nicht den Anflug wie untertags. Du sollst nicht erst nächste Woche fit sein, sondern am Samstag zum Waldbad und am Sonntag zum Schreiben. Und die Hospizwoche durchstehen. Ganz uneigennützig….. Aber im Grunde gehörst du einzig und allein ins Bett. Übrigens könnte ich morgen – ohne Weiteres – die Stellung halten und hoffen, dass du am Donnerstag wieder besser beisammen bist.
Mit dem Reisen geht es mir wie Dir. Ich mag nicht im Zug mit Maske sitzen und in den Städten rennen alle mit Maske rum, es liegt einfach ein Grauschleier über dem Leben. in Österreich war es schön, wegen der Natur. Und ansonsten wichtig: gute Besserung!
Auch wenn es „nur“ ein Husten ist, solltest du zu Hause bleiben. Die Coronaregeln beim Reisen haben auch Vorteile, man sitzt nicht mehr so eng mit Fremden.