21-11-30-CoTaBu-Tyrann mit Dienerin am Telefon + lügender Vorgesetzter

Mir gestriger Frusttag begann mit einem bedrückenden Telefonat. Schon vor eineinhalb Jahren rief eine Frau für ihren Mann an, entpuppte sich als Mutter eines Mitschülers von Simon. Diese „Anmeldung“ verlief im Sand, es gab noch Therapien. Nun lag eine Notiz von Freitag vor. Auch meldete sich der Arzt vom Christophorus-Hospiz. Mein Rückruf niederschmetternd. Die Ehefrau sagte hastig, einen Moment, ich gehe in die Küche, damit mein Mann mithört; eilte, stellte auf laut, ab dann sprach nur noch der Mann. Dreiergespräche trotz schlechter Akustik schätze ich. Hier aber herrschte ein Tyrann, verstärkt durch die ängstliche Unterwerfung der Frau. Er hat einen HNO-Tumor, was zu schwer verständlicher, verwaschener Sprache führt. Ich musste oft nachfragen, was – das ist jetzt eine Schublade – „diese Patienten“ oft frustriert und aggressiv macht. Zweimal habe ich betont, Herr Herr W., hier muss ich mich ausdrücklich an Ihre Frau wenden oder das sollte mir ihre Frau beantworten, auch dass es eine gemeinsame Entscheidung sein sollte. Wann und ob er will, wielange ich „reserviere“, die Art, wie er hervorpresste, man habe ihm gesagt, er könne das auch mal BESICHTIGEN! Ich sage, wenn Sie das möchten, dann müssen Sie es mir sagen. Beim Termin fiel auf, dass er jeden Vorschlag verhandeln musste. Vormittags. Nein nachmittags. 15:00. Geht auch 16:00 Uhr? Allein das Telefonat hat eine Szenerie eröffnet, das Zerrbild der Selbstbestimmung aufkosten eines Nervenbündels, einer Dienerin. Ein Patient als Despot. – Am Ende des Tages bekam ich eine Mail von meinem Vor-Vorgesetzten. Er habe vom Verwaltungsdirektor der BB erfahren, ich wolle in Rente gehen, ob dem so sei und wenn ja wann. Ich schrieb ihm Datum und Uhrzeit, wann ich Sr. Therese konkret darüber informiert habe und dass ich gewiss bin, dass er es von ihr erfahren habe, nicht vom Verwaltungsdirektor. Warum wird gelogen?

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3 Antworten

  1. Beate sagt:

    als sei das Hospiz ein Hotel, das man sich erst einmal anschauen will, ob es denn auch genehm ist. Dass der Vor-vorgesetzte lügt, ist herrlich. Sirena ist das vor Kurzem auch passiert. Die Stellung in der Hierarchie schützt vor Feigheit nicht.

  2. Ines sagt:

    Ein Wahnsinn, welch tiefe Einblicke du in die Familienkonstellation bekommst und das nur durch ein Telefonat. Für solche Gespräche braucht man echt eine Therapieausbildung und viel Erfahrung, beides hast du.

  3. Renate sagt:

    Besichtigung ja, aber dieses Geschachere um die Uhrzeit. Mir zieht sich alles zusammen wenn ich an die Frau denke. Welchen Sinn hätte so eine Lüge? Ob es ihm Herr Dieckhoff oder Sr. Therese gesagt hat?

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