5. Tag in Quarantäne
Heizungsablesung, die für heute früh angekündigt war, gestern abgesagt. Heute klingelt es um 8.00 Uhr, war aber kein Mensch zu sehen. Wach war ich trotzdem. Aufgestanden, fast ohne Kopfschmerzen. Ein sehr gutes Gefühl. Endlich einen Riesenberg Wäsche gebügelt. Meine Freundin rief mich an, Telefonat unterbrochen, denn Eva kam vorbei und brachte mir die bestellten Sachen. Meine Freundin zurückgerufen und knapp zwei Stunden mit ihr geredet. Obwohl ohne Geschmack halte ich an meinem Nachmitagsritual, dem Kaffee und einem süßen Teil fest. Mit einem Buch auf die Couch. Die Süddeutsche Zeitung lese ich zur Zeit nicht sehr gern. Berge von Zeitungen liegen herum, was mich sehr nervt. Luft schnappen auf dem Balkon, bei Schneesturm. Ich komme mir vor wie meine Enkel, die während ihrer Quarantäne auch nur auf den Balkon durften. Emilia rief mich über facetime an, Luis zeigte mir seinen neuen Löwen, den er von Micha bekommen hat als Ersatz für den verlorengegangenen Hund, der allerdings wieder aufgetaucht ist.
Facetime, neuer Löwe…immer was los. Ich finde lustig, dass du auch weiter Kaffee und Kuchen isst, wenn auch nicht genießt, ich würde es auch tun. Ich sowieso. Die Zeitungsberge waren immer schon mein Grund, Zeitungen wieder abzubestellen.
Zum Glück ist das Kopfweh zurückgegangen. Dein Körper ist wahrscheinlich an auf den süßen Kuchen am Nachmittag gewöhnt, dass er von sich aus danach verlangt, ob’s schmeckt oder nicht. Witzige Erfahrung. Facetime ist jetzt echt ein Segen, um Kontakt zu den Kleinen zu halten.
Wes scheint, Du bist über den Berg? Wäschebügeln, so lange, könnte ein Anzeichen sein! Dir scheint es nicht allzu langweilig zu sein, kein Wunder bei so süßen Facetime Intermezzos!