21-12-06-CoTaBu-Löcher in der Luft + „Übergabe“ bei Schnitzel mit Anna

Gestern stundenlang einfach in die Luft geschaut. Besorgniserregend? Ist es das Geschehen mit meinem Showdown und die Machenschaften mit meinem Arbeitgeber? Dass ich mir Gedanken mache, meine Nachfolgerin treffe, (von der noch niemand wissen darf, nur Gregor und Sonja!), Gregor eine Auflistung von Tätigkeiten und Stunden anfertige, bezogen aufs Ehrenamt, damit er über Dinge informiert ist, die Therese mit ihm besprechen will, obwohl er diese Dinge nicht weiß, es sei denn, ich füttere ihn damit – all das bewegt mich. Ich kann es nicht NICHT übergeben. Das Treffen mit Anna im Großwirt war prima und dauerte bis zur Sperrstunde. Ihre Sorge, die Rolle nicht erfüllen zu können, habe ich ein bisschen verstanden, weil sie eine Art adminstratives Studium, ganz auf Kommune bezogen, bei der Stadt macht – nichts von dem, was mein Studium ausmachte. Keinerlei Gruppenerfahrung, während bei mir kontinuierlich sogenannte Methoden gelehrt wurden, Selbsterfahrung in Gruppen, Psychodrama, Sozialtherapeutisches Rollenspiel, Kunst- und Familientherapie Schwerpunkte; später Familientherapie-Weiterbildung, Klinische Seelsorge; bei ihr sieht das anders aus. Sie ist allerdings Krankenschwester mit Palliativ und Hospizerfahrung. Dass es einen Koordinatorenkurs fürs Ehrenmt gibt habe ich ihr hinterher noch geappt. Was ich TUE, wie ich`s tue, bespreche ich mit ihr, sie wird auch vorher kommen, wenn sie kann und ich noch über September hinaus , wenn nötig. Aber allein die Stimmung, die sich darin spiegelt, dass Therese mit Gregor den Übergang besprechen will, ist zum Kotzen. Ich habe Anna erzählt, dass meine Partnerin bei der Masterarbeit mir half, indem sie sagte: Es geht immer auch anders. Es ist EINE Möglichkeit so, aber nicht die einzige. Anna sagte, es hilft, dass ich sage, Einiges, was sie sich nicht vorstellen kann muss sie ja nicht machen, schon gar nicht SO. Sie wird das Ihre machen. Es wird anders werden. Dass es dieses Studium allerdings ganz ohne Vermittlung von Gruppendynamik bzw. wenigstens Theorien dazu gibt, wusste ich nicht. Gruppen sind ein beträchtlicher Teil meiner beruflichen Identität.

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3 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Wie ich Deinen Beitrag verstehe, gehört Gruppenarbeit eigentlich zur Kernkompetenz Vielleicht hat man das bei der Auswahl Deiner Nachfolgerin bewusst nicht bedacht? Ich erinnere mich an meine Bewerbung vor ein paar Jahren im Bauministerium. Die Stelle war so beschrieben, dass sie mir wie auf den Leib zugeschnitten war: Kuratorin für historische Ausstellungen, ich war sogar von einem ziemlich hohen Tier empfohlen worden und hatte ein nettes Gespräch. Dann die Absage: Das Ministerium stellte einen Hochbauingenieur ein. Der Stelle wurde ein ganz anderer Aufgabenbereich zugeordnet. Ich wünsche sowas weder Dir noch ihr. Klingt nüchtern, formalisiert. Du hast was anderes aus dieser Stelle gemacht!

  2. Ines sagt:

    Woran liegt es, dass Anna als Nachfolgerin nur euch wenigen bekannt ist? Wer entscheidet, ob sie genommen wird? Könnte es sein, dass sie abgelehnt wird? Warum darf Schwester Therese nicht eingeweiht werden? Fragen über Fragen. Vielleicht kann Anna im Anschluss an ihre Ausbildung noch eine systemische Ausbildung machen. Ganz klar, dass sie es anders machen wird als du!

  3. Renate sagt:

    Das Sr. Therese mit Herrn Linnemann über das Weitere spricht, finde ich unmöglich. Du solltest bei diesen Gesprächen dabei sein, du bist die Fachfrau und es war über viele Jahre deine Aufgabe. Diese Geheimniskrämerei ist nervig, mir aber nicht unbekannt. Ich verstehe auch Herrn Linnemann nicht.
    Dass Anna es anders macht als du ist schon auf Grund ihres Alters und ihres, bei Arbeitsbeginn sehr frischen Abschlusses, klar. Ich bin ein wenig skeptisch auf Grund ihres Schwerpunktes in ihrem Studium, weil ich mitbekomnen habe wie du gearbeitet hast, welche Aspekte deiner fam. Therapeutischen Ausbildung, deiner Erfahrung mit Gruppen miteingeflossen sind.

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