21-12-24-CoTaBu-Heiligabend bei Bettruhe statt in Rotterdam

Gestern hat mich etwas überfallen, sodass ich von Null auf Hundert krank wurde. Statt um 16:30 von Michael und Jakob Richtung Worms musste ich von Michael um 14:30 Richtung Bett abgeholt werden; ich habe gerade noch hingekriegt, eine Aufnahme für nächste Woche vorzubereiten. Kopfweh seit morgens, dann Temperatur und für mich ungewohnter Schwindel; Gliederschmerzen. Rotterdam mussten wir absagen, Anna schrieb so lieb, sie seien „heartbroken and crying“! Michael wollte für Jakob einen Flug buchen, der ging dann über Athen, so ein Quatsch. Also sitzt Jakob seit 7:40 im Zug. Michael und ich werden erstmals ALLEIN zu zweit sein, er hatte eh kein gutes Gefühl, sagt er jetzt. Ich liege im Bett. Es ist nicht schlimm, aber kein Zustand fürs Unterwegssein. Leider kann ich so auch in keine Andacht gehen. Ich habe mich – das klingt jetzt ganz gemein – durch ein kleines, miserables Buch gequält. Eine Ehrenamtliche beschenkt mich regelmäßig voll aufrichtiger Liebe mit solch esoterischen Schmarrn und ich habe ein schlechtes Gewissen, alles sofort in den Bücherschrank zu stellen. Es ist vom Autor des „Welterfolges“ blablabla. Es geht um das Leben des Traumes, das Durchbrechen gläserner Wände, das innere Kind, einen alten Guru, den Leuchtturmwächter, der seine Weisheiten verteilt und ein kitschiges junges Paar voller Banaliäten und Klischees auf der Suche nach dem Glück. Ich habe es zu Dreiviertel durch und hoffe, ich habe meine Schuldigkeit getan. Während des Lesens habe ich jeden Augenblick gelitten wie ein Hund. – Meine fleißigen Schreibaktivitäten tragen herrliche Früchte….soviel schöne Post! Bescherung habe ich schon die ganze Zeit. Hätte ich das Hospiz nicht würde das mager ausfallen. Die Eröffnung meines Ausstiegsplanes schlägt innerlich Wogen. Übrigens ist es ok, Weihnachten nichts zu machen. Vielleicht später einmal zoomen mit Rotterdam. Wir fühlen uns frei.

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Eine Antwort

  1. Beate sagt:

    Oh wie schade ist es, dass Du krank geworden bist! Und wie herzlich die kurzen Worte von Anna, die Enttäuschung, die da zum Ausdruck kommt! Das ist sehr löblich, dass Du Dich auch noch im kranken Zustand durch ein Buch kämpfst, das von esoterischem Sinnhaften nur si trieft. Bin fast Leidensgenossin, was die Bettruhe angeht. Gute Besserung, liebe Heike!,

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