21-12-26-CoTaBu-Coronagottesdienst recht dröge und andere Tristessen
Um meinem unspektakulären, profanen Weihnachten, dessen bisheriger Höhepunkt das Videotelefonat war, noch etwas Geistliches abzuringen, bin ich heute nach Christkönig gegangen, wo ich andere Jahre bei Jubelmusik immer gern Tränen vergossen hatte. Michael hat mich nach gemeinsamem Frühstück hingebracht, zurückgelaufen bin ich dann selber im Niesel mit diesem leichten Schwindel – wie soeben telefonisch abgeglichen auch das Hauptmerkmal bei Beate. Einlasspersonal wies mir meinen Platz zu. Die Abstände gefühlt 2,5m, es wurden Viele abgewiesen. Zur Begrüßung Belehrung zu Abstand, Maske und Kommuniongang. Gesang bei spärlicher Population und Maske wenig ergreifend. Das Wenige, das ich verstanden habe, drehte sich um Corona. Wie auch Steinmeiers Weihnachtsansprache zu einer eindringlichen Impfaufforderung geriet! Bine erzählte von Berlin, dort sei kein Wort darüber gefallen. Mir fällt auf, dass es, selbst wenn man jemanden zufällig nach Jahren am Gemüsestand trifft, zum üblichen Smalltalkthema geworden ist. Das geht immer, das neue warming up! Nachher koche ich Fischrisotto, dann kommt Michael wieder. Wenn dieses Herumhängen mal kein Vorgeschmack auf Ruhestand wird! Gregor hing an Weihnachten im Hospiz ab, es muss recht schön gewesen sein, Andi und Mirjam spielten Gitarre und Querflöte, im Treppenhaus sangen Gregor und Winni zur Gitarre von Andi und nachher spendierte die LGin eines Patienten leckeren Imbiss. So bietet das Hospiz für jeden etwas. Wer dorthin gehört hat immer einen Platz. Vor Corona habe ich für das „Arrangement“ gesorgt, für Texte, Performance. Das war DIE Erfüllung. So wird mir Corona beim Ausschleichen behilflich. – Heute vor 49 Jahren habe ich Ingo kennengelernt.
Wie schade, dass der Gottesdienst so unspirituell war und dominiert vom Coronathema, was allen zum Hals raushängt. Ja, dass Impfthema hat das Reden übers Wetter hinsichtlich Smalltalk abgelöst. Was ist das nur mit eurem Schwindel, so mysteriös.
Früher wurde über das Wetter geredet, heutzutage über Corona. Mit diesen ganzen Vorschriften und Belehrungen in der Kirche kann kein gutes Gefühl aufkommen. Ist Winni doch noch zum Singen im Treppenhaus gekommen. Was für eine Arbeit war das Weihnachtsprogramm, du mit der Zusammenstellung und ich (zumindest bei den ersten Ausgaben) beim kopieren.
Nach Deiner Beschreibung vom Gottesdienst in Christkönig war ich fast froh, dass wir nicht in die Kirche gegangen sind. Das Coronathema ist allgegenwärtig. Fischrisotto habe ich noch nie gemacht.