und ewig grüßt das Murmeltier
Ohne fremde Atemgeräusche, ohne Luis zuzudecken, ohne den kleinen Körper, der halb am Boden lag, auf die Matratze zu legen, habe ich in dieser Nacht herrlich geschlafen. Die Augenringe sind wieder verschwunden. Nach dem Frühstück mit den Öffentlichen zu Mama gefahren. Magdalena macht sich so viele Gedanken welche Frau anstelle von Sylvie kommen wird. Eva und ich vertrauen ganz auf die Agentur, für die wir immerhin halbjährlich Vermittlungsgebühr bezahlen. Magdalena ist später für ein paar Stunden in ihr Zimmer gegangen. Ich habe Kaffee getrunken und wir haben den Kuchen gegessen, den ich mitgebracht habe. Mama ißt viel weniger als in der Zeit als Marta da war. Mit Mama Stadt Land Fluß gespielt, aber nicht mit Stift und Zettel. Lustig was Mama für Berufe wählte, R da sagte sie Ringer, bei G Geiger. Städte waren weniger ihr Ding. Danach das obligate Mensch ärgere dich nicht. Als Magdalena wieder kam tschechische und deutsche Rezepte ausgetauscht. Die Besuche bei Mama könnten den Titel „Und ewig grüßt das Murmeltier“ tragen.
Das ist die Sache mit den Routinen, vermutlich bei Demenz noch wichtiger. Unsereins versucht noch, ungute Gewohnheiten loszuwerden, hat noch die Illusion, neue einzuführen. Später ist es ein Segen, den Tag nicht neu erfinden zu müssen. Und ja, die Nacht mit von der Matte gekugelten Kindern ist ja keine richtige Nacht!
Super, dass Stadt, Land, Fluss noch einigermaßen klappt. Und interessant, dass deine Mutter nicht mehr so viel isst und wohl nicht mehr so viel schläft. Hat sicher mit der Betreuung zu tun.
dass Ihr Stadt Land Fluß spielt, tut deiner Mutter sicher gut. Wenn die Kinder weg sind, ist der Schlaf ein anderer- klar! Trotzdem ist es so schön, sie als Übernachtungsbesuch zu wissen