22-01-16-CoTaBu-Mein Senf zur bayr. Avantgarde, Sonntagsplan + Aetas

Ich muss Beates Klarstellung gegenüber Ines` Einschätzung kommentieren, es wird interaktiv. Soweit ich weiß reicht der Ruhm beider Künstler weit über Bayern hinaus. Aber: Selbstverständlich hängt Valentins Witz und Komik unmittelbar mit seiner Sprache zusammen, die man weder übersetzen noch woanders als in Bayern verstehen kann. Über Achternbusch sagte Werner Herzog: dass er ein richtiger Niederbayer war, kein Münchner; ein Deggendorfer; also im Grunde wieder eine andere „Mentalität“. Ich habe einmal von Gregor „Träumen“ bekommen; darin ging es um die Räterepublik, als die „Dichter die Macht übernahmen“. Ein hochgelobtes Buch. Darin wird im vermeintlichen O-Ton die Münchner Lebensart zwar versucht, einzufangen, aber spürbar von jemandem, der sie nicht beherrscht und nicht vermitteln kann. Ungenießbar für mich. Im Gegensatz dazu habe ich einmal eine großartige Valentin-Biografie gelesen. Ein missglückter Versuch aber gerät leicht zur Anbiederung. – Zum Glück lacht der Himmel. Ich bin seit frühmorgens wach; lese im Wechsel „Brecht“ und „Das rote Adressbuch“. Mit Gregor telefoniert. Kaffee getrunken. Treffe Monika, Lollos Freundin, zum Spaziergang mit Mittagessen in der Schweige (Palmenhaus hat Winterpause). Später werde ich vielleicht bei Michael helfen, zu RÄUMEN. Oder auch nicht. Gestern hatte ich nicht damit gerechnet, als wir nach dem Abendessen damit anfingen. Ich hatte Widerstand und große Unlust. – Heute muss ich noch Schreiben bei Aetas vorbereiten, morgen wieder in Präsenz. Uns hatte Zoomen gut gefallen, aber ich tue mich schwer, am Ende meine Kontonummer anzugeben. Dort steht das Schächtelchen diskret auf dem Tisch. Für meinen halbtägigen Frühlingsworkshop habe ich schon ein paar Anmeldungen. Ich muss schließlich an meine Zukunft denken; wobei ich bei Aetas nur einen winzigen Obolus nehme. Geschäftssinn bislang sehr unterentwickelt.

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4 Antworten

  1. Ines sagt:

    Wahrscheinlich müsste im Programm von Aetas schon eine Teilnahmegebühr stehen, so dass du dich nicht selber darum kümmern musst. Was habt ihr in der Pension geräumt? Eher umgeräumt oder aufgeräumt, oder gar ausgeräumt??? Mit Widerstand geht es einem natürlich noch schwerer von der Hand.

  2. Renate sagt:

    Bei Dagmar steht das mit den Beiträgen auch nur in der wöchentlichen Einladung. Per Zoom müsstest du das Schächtelchen in die Kamera halten, was mir auch schwerfallen würde.

  3. Beate sagt:

    Karl Valentin war eher noch mehr als Achternbusch weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt, und genau, wie Du schreibst, liebe Heike, sehr im Regionalen verwurzelt. Seit ich das von Sabine herausgegebene Buch „Schwere Jahre“ über Liesl Karlstadt gelesen habe, finde ich dass V. ein sehr unausstehliches Ekel sein konnte. Achternbusch, dem Chauvi mit seinen homophonen Äußerungen wollte ich auch nie begegnet sein (siehe diese kurze Geschichte im Kino, ist doch auch unmöglich). Trotzdem waren sie zwei beachtenswerte Persönlichkeiten ihrer Zeit.

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