Sonntagsgewohnheiten, Alina, Sirena und die „Arche Noah“

Gestern war ich schon um fünf Uhr wach und putzmunter, habe lange Tee getrunken und Zeitungen gelesen, auf der Couch gelegen. Alina ist seit Freitag in Peru. Sie rief mich vom Flughafen aus an und schickte mir danach ein Video vom Taxi aus. iIhre Freundin unterhielt sich mit dem Taxifahrer und Alina hielt währenddessen ihr Handy aus dem Fenster und filmte eine eine häßliche Gegend. Die nächsten Fotos waren sehr beeindruckend. Alina in der Wüste. Alina beim Paragliding, Alina braungebrannt und sehr entspannt. Bald kommen sie in die Gegend vom Matschu Pitschu. ich bin gespannt auf ihre Eindrücke. Für mich, die ich nur Europa bereise, ein echtes Abenteuer! Nach meiner Zeitungslektüre habe auch ich mir die Bundestagsdebatte angeschaut. Dann mit Sirena ein kurzer Spaziergang durch den Park und Fischessen bei mir daheim. Wir hatten ein intensives Gespräch über Freundschaften (das lag anscheinend in der Luft?) Sirena meinte, es sei für sie ein Phänomen, wie viele doch sehr unterschiedliche Freunde ich habe, ich sei wie eine Art Arche Noah, auf er so unterschiedliche Charaktere Platz fänden. Bei der Darstellung der „Bewohner“ lachten wir beide, ich hatte Tränen in den Augen, nicht nur, weil sie mal wieder unglaublich lustig war, ich war auch gerührt, wie gut sie mich versteht und wie liebevoll sie mich begleitet. Ist das jetzt eine Definition der „besten Freunde“? Sie ist meine Tochter, und da sie nicht mehr ganz so jung ist, rückt die Rolle, die sie in meinem Leben spielt, zunehmend in diese Nähe,. Außerdem hat sie mich „überholt“. Mich hat noch niemand eine „Spitzenjuristin“ genannt, noch habe ich jemals dienstlich so viel Verantwortung tragen müssen, Von der Diskrepanz, wienviel mehr sie als ich verdient, will ich gar nicht erst anfangen. Am Abend riefen dann noch Gabi an und Birgit aus Berlin an. danach habe ich noch Anne Will eingeschaltet und diese neue Grundstimmung großer Besorgnis und Betroffenheit war wieder da.

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4 Antworten

  1. Heike sagt:

    Erstaunlich wirklich, dass auch ihr dieses Thema hattet, dazu das Bild der Tochter-Freundin und der Arche Noah! Anne Will verabscheue ich mittlerweile so, dass ich sie mir möglichst nicht mehr antue. Die Aufforderung zur Verifizierung meiner Unterschrift habe ich erst eben auf Email bekommen. Obendrüber reißerisch: 50.000 Tote und dann, unscheinbarer… „fürchten Experten…“, könnten es werden. Genau sowas möchte ich nicht. Es ist schlimm genug. Katastophen-Hochrechnungen, nein danke. Ich hab natürlich unterschrieben; wie ich es versehe, sind schon zwei Millionen überschritten.

    • Beate sagt:

      deine Einwände teile ich vollauf! Deshalb habe ich mich vor geraumer Zeit von Avaaz abgemeldet (ist an manchen Stellen unangebracht reißerisch). Diesmal ist es m. E. trotzdem sinnvoll zu unterschreiben

  2. Renate sagt:

    Das Thema Freundschaft scheint gerade sehr angesagt zu sein. Mutter und gleichzeitig Freundin, da hieß es früher das geht gar nicht. Diese These ist auf jeden Fall zu überdenken. Eine Arche würde ich nicht füllen können.

  3. Ines sagt:

    Alina hat ja in kurzer Zeit schon richtig viel erlebt. Paragliding, Wüste, Matschu Pitschu alles in wenigen Tagen. Freu dich, dass deine Beziehung zu Sirena so gut ist. Von außen betrachtet ist es für mich mehr Mutter-Tochter als Freundin, weil du ihr so unglaublich viel hilfst, ihr Leben zu stemmen Bei Freundschaften wäre das ein Ungleichgewicht, bei Töchtern ist es normal.

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