Donnerstag, Arbeit und Kinder

So wie es aussieht werde ich nächste Woche auch noch im Hospiz arbeiten. Sonja hat so einen extremen Husten, der zwar lockerer wird, trotzdem heftig klingt. Ab 7.4. bin ich als Urlaubsvertretung eingeplant. Die Zeit vergeht rasch und heute hatte ich einiges zu tun. Mittag kam Emilia nach der Schule zu mir. Sie und einige andere Kinder haben Kummer in der Schule. Ein afrikanisches, geflüchtetes Mädchen das verbal und körperlich attackiert. Emilia ist immer wieder im Gespräch mit der Lehrerin, auch Linda und andere Mütter waren schon in der Schule. Gestern waren die SiS Senior in school da, aber das scheint wenig gebracht zu haben. Dass dieses Kind Unterstützung braucht, ebenso wie ihre Brüder, steht außer Frage. Emilia nimmt das sehr mit, was verständlich ist. Ich bin heute mit den Kindern in den Nymphenburger Park und habe kleine Schokoeier ganz dezent in die Wiese fallen lassen. Luis ist so goldig, wie ernst er sucht. Mein Hase war ein bisschen zu früh dran, eigentlich warver mehr als Lockvogel gedacht, denn die Kinder wollen nicht so gerne gehen. Beide sind nach Schule und Kindergarten oft müde. Lange auf einer Bank im Schatten gesessen, Prinzengarten. Linda holte die Kinder und ich meine Sachen im Hospiz, die nicht mehr in meinem Fahrradkorb gepasst hatten. Heute ist der 62. Tag meines Englischkurses und natürlich habe ich ein paar Übungen gemacht.

 

 

 

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Nicht dass du am Ende gleich durchmachen musst bis zur reglären Vertretung?! Das Bild, das wir von Afrika haben, ist so einseitig; dieser Pritzkerpreisträger Kéré bringt das auf den Punkt. Meine Beobachtng an afrikanischen Müttern mit ihren Kindern: ein extrem achtloser, harter Umgang; entweder keine Reaktion oder hart schimpfend, das Kind wie ein Bündel, null Fürsorglichkeit. Immer dachte ich bei mir, ob diese Kinder Früchte von Vergewaltigungen waren? Was die Mütter selber durchgemacht hatten….Vielleicht Hilferufe in Form von Gewalt bei Emilias Klassenkameradin?

  2. Ines sagt:

    Das afrikanische Mädchen hat auf jeden Fall deutlich schlechtere Startbedingungen als z. B. Emilia, die die allerbesten Voraussetzungen mitbekommen hat und so gut behütet, gefördert und geliebt aufwächst. Kulturelle Unterschiede bei den Afrikanischen Familien stelle ich auch immer wieder fest, wobei man das auch nicht über einen Kamm scheren kann. Viele verschiedene Aspekte müssen beachtet werden. Hoffentlich kann dem Kind geholfen werden. Wie selbstverständlich und problemlos du die Krankheitsvertretung machst, ist beachtlich. Fürs Hospiz sicher enorm wichtig.

  3. Beate sagt:

    Alle Achtung, wie du einspringst, verlängerst, so flexibel bist und darüber dich um die Enkel kümmerst. Coronazeiten, alles ist ein wenig durcheinander…

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