22-03-27-CoTaBu-Begegnungen am letzten Quarantänetag+Parkfrühstück

Nach Generalreinigung mit Haarwäsche war ich am Boden. Also doch Auto, nix radeln. Mit Michael maskiert im Auto. Bei Isaak Franzbrötchen und Brezen geholt (auch für Melanie in der Tizianstraße). Dünnhäutig, wie ich jetzt bin – gelitten. Erst unter einer „Dame“, die wie eine andere auf die jeweils eigene Tochter wartete und das Weinen eines der Enkelkinder der anderen unablässig kommentierte. Das Baby war still. Sie sagte: Dem Kleinen ist das vollkommen wurscht. Ja, das ist nur eine fürchterlich schlechte Laune, das muss man gar nicht beachten. Eine ständig indirekte Botschaft an die andere Großmutter, wie man`s richtig macht, an das etwa dreijährige Kind, um ihm seine Nichtswürdigkeit vor Augen zu führen und an die Welt, wie cool sie ist. Beim Bäcker drin jemand, der seinen Einkauf mit Welterkenntnissen garnierte. Die arme Verkäuferin gab ihm in Allem recht. Seine Mutter in der Klinik, wegen Depression, wegen all der Isolation. Überhaupt Scheiß-Corona. Wir alle am Ende. Das tat gut! – Zum Testen gefahren. Der heutige Mann, ebenso nett wie seine Kollegin letztens, strich weniger würgreizauslösend ab als mit rauhem Stäbchen an anderer Stelle, die jetzt wund ist. Das Ergebnis – Mist! – dauert doch bis morgen, wahrscheinlich Nachmittag. Danach Fensterratsch bei Melanie. Mit Michi wie 2020 beim Totallockdown am Teich im Nymphi gefrühstückt. Weder Reh noch Meisen habe ich ordungsgemäß gefilmt, nichts ist geblieben.  – Eine Rede Putins setzt mir zu. Der verbreitet, bei uns sei Russische Kultur jetzt verboten wie im sogenannten (Beate, wir haben gelernt) „Dritten Reich“; was ja teilweise stimmte, als russische Komponisten aus den Programmen genommen wurden; russische KünstlerInnen sind jetzt teilweise auf Bühnen zurückgekehrt. Er aber verbreitet, auch Dostojewski usw. sei bei uns jetzt verboten. Brandgefährliche Propaganda. Teilweise unsererseits selbst verschuldet durch diese überhasteten Schnellschüsse gegen Russland. Kulturell läuft jetzt einiges schrecklich falsch, finde ich.

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4 Antworten

  1. Beate sagt:

    Frühstück im Park- das klingt doch gut! Ein Hauch von Wald, ein anderer Platz als dauernd das Bett. Es geht langsam voran. Auch bei mir…

  2. Renate sagt:

    Die Pandemie zehrt an unser aller Nerven. Bald bist du wieder ganz fit. Die Idee mit dem Frühstück im Park ist sehr schön und nachahmenswert.

  3. Ines sagt:

    Ich hab gar nicht mitbekommen, wer Melanie ist. Hast du von ihr schon erzählt? Das erste Mal wieder unter Menschen muss sich nicht automatisch gut anfühlen. Putins Rede hat mich auch aufgebracht. Das Schlimme ist, dass die Mehrheit der Russen ihm glaubt. Beschaulich dagegen euer Frühstück im Park. Schreib doch gleich morgen, wenn du das Ergebnis vom PCR Test hast.

    • Heike sagt:

      Melanie ist eine aus meiner Corona-4-er-Whatsappgruppe, eine Kollegin aus der Pflege, der ich sonst nicht besonders nah stehe. Das ist jetzt einfach in dieser Zeit der gemeinsamen Krankheit so.

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