Erster Spargel, Südbad, Bowls

An so eine Resturlaubswoche zu Hause kann ich mich gewöhnen. Inzwischen bin ich auch nicht mehr so gehetzt, damit ich auch ja alles schaffe, was ich vorhabe. Gestern Yoga und danach zum Zahnarzt geradelt. Was eigentlich als eine harmlose Zahnhalsfüllung von mir gedacht war, wurde lang und ätzend, aber es ist überstanden und jetzt hab ich erst mal lange Zeit Ruhe. Was ich gestern Nachmittag gemacht habe, kann ich kaum noch erinnern. Jedenfalls am Abend das erste Mal Spargel gekocht, ganz klassisch mit Kartöffelchen, Schinken und zerlassener Butter. Natürlich fehlte der Weißwein, aber es war dennoch köstlich und er Auftakt zur Spargelsaison in diesem Jahr. Da es mir vorgestern im Nordbad so gut gefallen hat, war ich heute morgen im Südbad. Das Bad ist eigentlich hübscher und gemütlicher, hat halt keine Dampfkabine, die ich im Nordbad sehr schätze. Wieder 1000 Meter geschwommen. In den Duschen war eine Frau, splitternackt, aber mit Maske, das sah skurril aus. Nach dem Schwimmen kurz nach Hause ein paar Handgriffe erledigt und dann mit dem Rad zu Maja in die Holzstraße gedüst. Mutter und Tochter zusammen zu „Noams“ essen gegangen, ebenfalls in der Holzstraße. Dort gibt es wahnsinnig gesunde Bowls, lauter junges und sich jung fühlendes Folk und wir dazwischen. Sie berichtete, dass sich Sören mit der Freundin, die er mit auf ihre Hochzeit nehmen wollte, zerstritten hat, so dass er jetzt wohl doch ohne Begleitung kommt. Sehr schade, ich hätte die Lösung wirklich elegant gefunden, wenn er mit einer Frau gekommen wäre. Auch erzählte sie von einem gemeinsamen Essen mit ihrem Verlobten und Sören, bei dem die beiden so kontrovers über die Themen Religion, Geld und Politik diskutiert hätten, dass sie nur noch ganz still werden konnte, weil zwei völlig konträre Lebenseinstellungen aufeinander trafen und sie dazwischen stand und sich immer unwohler fühlte. So gut konnte ich das nachvollziehen. Mit Sören plus anderen gab es während unserer Ehe häufig solche erhitzten Diskussionen. Nachher kommt Luisa mal wieder nach München. Das letzte mal musste sie wegen Corona gleich wieder abreisen. Auf sie freue ich mich auch sehr. Es ist für mich ein Geschenk, sowohl Maja als auch Luisa in ihrer Entwicklung zu beobachten. Leider sind die beiden Söhne nicht so offen und an Kontakt interessiert.

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4 Antworten

  1. Renate sagt:

    Jetzt fehlt noch das Westbad. Zahnhalsfüllung klingt schon so abschreckend. Mit meinen Kindern ist es genauso. Viel Kontakt zu Linda, wenig zu Micha. Immerhin ruft er ab und zu an, wenn auch in größeren Abständen.

  2. Heike sagt:

    Es wäre zu schön gewesen, wenn Sören befriedet im Windschatten einer guten Freundschaft auf Majas Hochzeit versorgt gewesen wäre. Die Stimmung in solch hitziger Diskussionsrunde empfinde ich deutlich mit. Stressig. Wenn du vom „Verlobten“ schreibst klingt das für mich immer, als sei das jetzt ein anderer Mensch. Ohne ihn zu kennen ist er für mich derselbe Bernd wie seit so vielen Jahren. Liege ich falsch?

  3. Ines sagt:

    Es ist der selbe Bernd wie schon seit 10 Jahren. Ich schreibe Verlobter auch für die anderen beiden, denen Bernd vielleicht nicht so geläufig ist.

  4. Beate sagt:

    Du hast Deine freie Woche ja sehr schön genützt! Bewegung und Gaumenschmaus. Die Holzsraße und Umgebung ist nach meiner Wahrnehmung der bunteste, jüngste und spannendste Tein Münchens

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