Früh raus, Fotos und meine Schwester

Um 5.00 Uhr bin ich heute aufgestanden. Im Liegen hatte ich heftige Kopfschmerzen. Nach dem ersten Kaffee wurde es erträglich. Eine Sendung über die Schweiz angeschaut und fast wäre ich zu spät zur Bushaltestelle gekommen.  Wenn ich soviel Zeit zur Verfügung habe klappt mein morgendlicher Ablauf irgendwie nicht mehr. Im Hospiz war es heute, nach den Aufgaben die ich zu erledigen hatte, recht zäh. Ich habe mir die Fotos von unseren Betriebsausflügen am PC angeschaut. Jedes Jahr waren meine Haare anders. Kurz, länger, leicht gewellt und immer grau. Auf manchen Bildern gefiel ich mir ausnehmend gut. Fotogen finde ich mich in der Regel nicht, im Vergleich z.B. zu meiner Schwester, die auf den meisten Fotos gut aussieht. Für mich war Eva immer die Größte, die ich bewundert und verehrt habe, zu der ich aufschaute, auf der anderen Seite war auch viel Wut und Trauer. Lange hat es gedauert bis wir zwei auf Augenhöhe waren.

 

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Das sind die Schattenseiten der Schwesterliebe. Und jede hat andere Themen damit! Dass du heute in deinem Zustand angetreten bist ist ein Zeichen eiserner Disziplin. Die kurze Zeit, die ich eingelaufen bin, konnte ich mich überzeugen: Du kommst noch mit Kopf unterm Arm.

  2. Ines sagt:

    Haben wir eigentlich schon mal über das Thema „Schwester“ in der Schreibgruppe geschrieben? Mir kommen sogleich verschiedene Emotionen, die mit der Beziehung zu meiner Schwester zu tun haben. Oft ist Konkurrenz und Vergleich im Gefühlsgemenge dabei.

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