22-04-24-CoTaBu-Mathenachtrag, belebender Besuch + warmer Auftritt der Kaltherzigen

Nachtrag infolge des Mathewitzes: Erst, als ich verstanden habe, dass Verstehen nicht zwingend der Zugang zu Mathe ist, solang die Grundrechenarten zur Verfügung stehen, bin ich zu brillanter Leistung aufgestiegen. Alle Versuche, mich in schwülen Kammern pubertierender Nachhilfelehrer über den vermeintlichen Verstand anzunähern, vergebens – war es am Ende ein Buch, mit dem ich stoisch zum Erfolg kam. Es hatte nichts mit Denken, gar Verstehen oder geistiger Akrobatik zu tun.  Dabei ging es natürlich nicht um Textaufgaben, sondern um Vectorrechnung und Trigonometrie. Pure Mechanik. – Mein Samstag ist mir verloren gegangen. Kurzausflug Richtung Oberhachung, wo wir leider nicht mehr die Fröschekolonie antrafen wie vor 20 Jahren. Dann gehört jetzt Anni zum Tagesprogramm. Gestern habe ich mit Michael ausgemacht, dass er, sobald ich frei bin, den Jakobsweg gehen soll: Ich hoffe, er macht das…zu unser aller Bestem. Ich übernehme derweil alles. Heute nach kurzem Lesen Telefonat mit Beate; dann zu Renate aufgebrochen. Es sollte nichts zu essen geben, nur Wasser. Wie meine Augsburger Oma, bei der es hauptsächlich Gespräch gab. Drei Stunden angeregtest unterhalten. Am Ende durfte ich noch drei Kapitel aus Wilhelm Meisters theatralischer Sendung vorlesen. Sodass, bei Bedarf, alle auf gleichem oder ähnlichem Stand weiterlesen können. Obwohl es das zweitemal war versetzte mich das in Hochstimmung, stimuliert und berauscht mich. Ein sehr schöner Besuch. Nachher bei Michael asiatische Pfanne mit viel zu hartem Wildreis. Schon war es schon soweit, mein Zeugs zu holen für den Besuch bei Anni: überreife Banane, Märchenbuch, Läppchen, für den Nachttisch. Und oh Wunder: Die Kaltherzige trat auf mich zu, grüßte!!!, legte beflissen Rechenschaft vor mir ab. So fühlt sich das gleich ganz anders an.

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4 Antworten

  1. Renate sagt:

    Es gibt außer dem Jakobsweg auch andere, nicht so überfüllte Pilgerwege. Außerdem ist im Sommer in Spanien sehr heiß. Woher der Sinneswandel der Altenpflegerin? Klare Worte scheinen etwas zu bewirken.

    • Heike sagt:

      Ob es der Jakobsweg wird halte ich nicht für ausgemacht. Es ist eher eine Metapher für eine Auszeit. – Wieweit die klaren Worte bei dieser Schwester angekommen sind, das weiß der Himmel.

  2. Ines sagt:

    Mein Vater macht den Jakobsweg mit Rotel, da muss er nicht so viel laufen. Super, dass du Michael eine Auszeit ermöglichen willst, wie auch immer sie aussieht. Eurer Krisengespräch scheint Früchte getragen zu haben und kalte Herzen zu erweichen.

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