Luis, Schattenspiel und Rasen
Diese Woche stand im Zeichen diverser Untersuchungen. Schleimbeutelentzündung, Magen- Darmspiegelung ergab nicht Negatives. Obwohl schon einige dieser Koloskopien erlebt, dauerte die Erholung diesesmal länger. Luis entdeckte Holz und Nägel für sich und drosch souverän Nägel in die Bretter. Donnerstag war ich wegen Streik bei ihm. Andy holte sich wegen seinem Knie eine zweite Meinung. Mit den Kindern Crepe essen, Ausstellung im Geranienhaus, in dem es durch das Glasdach unmöglich war länger zu verweilen. Interessant für die Kinder waren die kleinen Tonfiguren und die geschnitzten Skulpturen. Heimweg mit einem Schattenspiel verbunden, die Kinder sollten nur da gehen, wo ein Haus, eine Hecke, ein Auto, ja selbst die Stange eines Verkehrsschildes etwas Schatten spendete. Andy war richtig glücklich, weil er jetzt, nach mehr als sechs Monaten, ohne Krücken gehen soll und langsam wieder auftrainieren darf. Mutter gestern. Sie wurde am Donnerstag geboostert, hatte keinerlei Erinnerung daran, „da werde ich halt nicht da gewesen sein“. Der Rasen ist sehr gewachsen, Mama störten einzelne Grashalme, die ich dann mit der Schere (wie schräg war dass denn) abschnitt, was einen Heimgärtner veranlasste, mir seinen Akkuschneider zu geben. Mähen konnte Eva nicht, wegen Boosterimpfung und ich nicht, wegen Schleimbeutelentzündung. Heute Geburtstagsessen von Inge beim Italiener, mit einigen Leuten. Der Roman „Früchte des Zorns“ macht mich sehr betroffen und wütend. Er ist von unglaublicher Aktualität, obwohl schon vor 80 Jahren geschrieben.
Wieder viele nette Einblicke in das Leben mit deiner Mutter und deinen Enkeln. Dass Andy schon so lange an Krücken gehen musste, hab ich gar nicht mitbekommen. Dein Schleimbeutel gibt hoffentlich bald wieder Ruhe. Zum Glück war die Spiegelung unauffällig. Früchte des Zorns muss ich wohl auch noch lesen.
„Da werde ich nicht dagewesen sein“ ist gut. Geranienhaus? Figuren? Wo bloß? Die armen Männer sind überall nur Randfiguren. Dass Andy beeinträchtigt ist kam tatsächlich nie vor oder eben nur „am Rande“.