Geburtstag in Bayreuth

Eine seltsame, wenn auch sinnvolle Sache ist die Wiedereingliederung! Ich habe jahrelang nie auf die Stunden geschaut, meist länger gearbeitet als ich sollte, dann kamen viele Überstunden zustande, die ich zum gegebenen Zeitpunkt abgefeiert habe. In dieser Woche sollte ich nun darauf achten, nicht mehr als die vereinbarten drei Stunden täglich zu arbeiten. Den Mittwoch, 17. und den Donnerstag,18. hat man beschlossen, mir zu schenken, das heißt, es werden keine Urlaubstage abgezogen. Alle aus der Verwaltung riefen mich an und wünschten mir eine gute Zeit. Sehr nett..Bayreuth. Ich nahm den Zug und hatte etwas Zeit zu lesen. Im Hotel angekommen merkte ich, dass ich aus Versehen ein Zimmer für Zwei gebucht hatte. Schussel! Ich kannte das Hotel von meinen jährlichen Dienstfahrten zur Wilhelm Leuschner Stiftung .( ich war da schon ein paar Mal untergekommen). Den nun hohen Preis hatte ich beim buchen der Festspielzeit zugeschrieben (Wie in München zur Wiesnzeit..!?) Nun hatte ich ein riesiges Zimmer für zwei Personen, ein weiteres Wohnzimmer und eine kleine Küche zur Verfügung. Mir war das nie zuvor passiert, schon ärgerlich! Den Tag konnte ich dennoch genießen, erst allein und später mit Gabi, Alexander und Eckhard, einem Freund von Gabi, der Wagnerfan ist. Eckhard ist Theologe, es gab viel Gesprächsstoff und wir gingen erst spät auseinander. Der nächste Tag begann mit einer tollen Einführung in „Tannhäuser“. In einem Barocksaal saß der Musiker am Flügel und erzählte aufs Unterhaltsamste von den verschiedenen Versionen der Aufführung, vom Inhalt und er begleitete seine Zusammenfassung mit Gesangseinlagen auf dem Klavier. Bestens vorbereitet kam ich auf dem Grünen Hügel an. Die Vorstellung war ein Spektakel für sich. Vor der Coronazeit war ich in München regelmäßig in die Oper gegangen. Nun merkte ich, was ich so lange vermisst hatte. Seit Samstag ist Alina bei mir. Sie hat sich gleich an den Kochtopf gestellt. Wir haben es sehr gut miteinander.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Deine Erzählung von Bayreuth hat mich gleich bewegt, gestern Annette Kolbs Ludwig II + Wagner durch zu lesen, was ich nach dem ersten Anlauf vor Wochen nicht fortgeführt hatte. Jetzt waren Jakobs Anna, die von König Ludwig begeistert ist, UND deine Wagnererfahrungen erneuter Anlass. Danach habe ich mit Hitlers Bayreuth von Hamann angefangen. Wielang steht das schon in meinem Regal! – Mit Theologen stehe ich in aller Regel quer, ich kann diese Gedankengänge nicht mehr ertragen.

  2. Renate sagt:

    Die Vorbereitung auf eine Wagneroper erscheint sinnvoll. Anders als bei Verdi oder Puccini. Ich stand erst vor kurzem vor dem Festspielhaus, das ohne Publikum nicht viel hermacht, außerdem war es auch noch eingerüstet. Schick sahst du in deinem Abendkleid aus.

  3. Ines sagt:

    Ein super Geburtstag mit viel Platz im Hotel, Oper und interessanten Menschen. Und im Anschluss noch Alina zu Besuch. Schön 😀

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