22-08-27-Gesellschafts-, Lese-, Schwimm- und Schreibleben + auf`m Sprung zur Kurzreise

Ich fange schonmal an. Morgen, Sonntag, habe ich keine Muße: Tag der Abfahrt – für uns eine große Sache, auch wenn es nur um Tage geht. Wir waren Jahre nicht miteinander unterwegs.

Die Kalenderfrage ist sehr wichtig. Ich muss mich liebevoll bedenken, weil ein neues Leben beginnt. Ich tendiere zu Beates Version, muss allerdings erst anschauen, befühlen. Er erscheint erst Mitte September. Sonst war ich meist am zufriedensten mit Varianten wie von Renate beschrieben. Jonathans aber wird betont puristisch beschrieben, dabei mit Platz für Notizen und sogar als Skizzenbüchlein nutzbar. Er sollte leicht sein, muss überall mit. Ines hat sich darüber ausgeschwiegen. Die Frage rein pragmatisch aufgefasst?

Diese Woche habe ich mein soziales Leben aufgenommen: bei Bettina, deren Tochter für einen Film zum Thema assistierter Suizid Beratung wünschte; mit Renate beim Neuhauser Kiosk gefrühstückt und dann „gebummelt“; mir dabei mal wieder eine neue Handtasche im Wollkorb gegönnt, senfgelb, Zwischengröße; bei einer der anderen Heikes (Beck): Frühstück auf herrlicher Terrasse, gute Gespräche, u.a. was meinen Programmpunkt bei Dasein betrifft. Ich habe mein Märchenschreib-Angebot schon druckreif, aber mir schwebt immer auch etwas zum Thema Patientenwillen vor, die Beschäftigung mit dem inneren Wertegerüst, was im Vorgefertigten nicht vorkommt. Dann bin ich wieder mit dem Frauentherapiezentrum/Psychoonkologie im Gespräch. Dort wird noch abgeklärt, ob die Frauen eher online-Angebote wünschen, was ich schon von mir aus angesprochen habe. Zudem fragt Aetas bereits für 2023/24 an. Insofern tut ein Kalender Not. Es ist ja das, was ich ersehne: dass mein Jahr (somit ich) durch entsprechende Aktivitäten Struktur bekommt und ich mich damit weiter verwirklichen kann. Mit all diesen Sachen, an jedem Wort feilen, Termine ausgucken usw. war ich gestern den dreiviertel Tag (im Nachtgewand) beschäftigt. Danach kam  – wie seit einigen Tagen – das Schwimmen im Feldmochinger See dran. Morgens ist es uns jetzt zu frisch, also gehen wir nach 18:00, es ist nicht leer, aber auch nicht schlimm bevölkert. Die Szenerie immer sympatisch. Dort gibt es noch Eltern, die mit ihren Kindern spielen und nicht mit dem Handy beschäftigt sind!

Dann habe ich gestern, auch zeitraubend, unsere Reise geplant. Wohlgemerkt, ohne mich mit Michael besprechen zu können, weil ich ihn nicht erreicht habe. Wir sind vom 30.8. bist zum 2.9. bei Gertrud in Husum, die ich ewig nicht gesehen habe. Die weite Fahrt wollten wir unterbrechen und hatten noch keine Gelegenheit (Zeit?!), uns darüber zu unterhalten. Also habe ich kurzerhand zwei Nächte in Erfurt gebucht. Ein Kabarettabend ist uns sicher (nach Heinz Erhardt: Pampelmusenkuss….herrlich, was?!); wann und wo die Stadtführung beginnt weiß ich auch schon; ob es mit „Viel Lärm um Nichts“ in einem alten Kirchengewölbe klappt ist noch unsicher. Der Open-Air-Sommernachtstraum (mit „Zettels Traum“) ist leider ausverkauft, die „Domtreppenfestspiele“ vorbei. Tiefgaragenplatz; Hotel, privat geführt, nicht „steril“, mitten in der Fußgängerzone. Also Programm halbwegs gesichert, Michael musste etwas schlucken, wie hätten doch gesagt, wir wollten ins Grüne, achso ja, vergessen. Es gibt soviel zu wollen. Morgen geht`s los.

Dann muss ich vielleicht Brigitte Hamanns wunderbares „Winifred Wagner und Hitlers Bayreuth“ (in dem Renates Anmerkung angesprochen wird, dass der Bau unspektakulär und bewusst in die Provinz, fernab großstädtischer Ablenkungen, geplant wurde!), kurzzeitig austauschen zugunsten Lenzens Deutschstunde, um mich auf Nordsee und Nolde einzustimmen? Diese Lektüre dürfte schon bald fünfzig Jahre zurückliegen. Auch da geht es um „diese Zeit“.

Alles in Allem eine sehr gute Woche, energetisch on top, ausgezeichnet gelesen, gut (zu gut?) gegessen (immer bei Michi), regelmäßig geschwommen, Sozialkontakte, Pläne geschmiedet, Schreibvorhaben angebahnt, also alles bestens. Normalerweise wäre jetzt die Zeit des Sommerurlaubs vorbei, Montag wäre Wiederantritt. Noch vermisse ich nichts.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Du klingst nicht wie eine Ruheständlerin, sondern wie ein Freiberuflerin mitten in ihrem aktiven Berufsleben. Husum ist richtig weit und Erfurt sicher perfekt für einen kulturellen Zwischenstopp. So viel positive Energie war selten in deinen Beiträgen zu lesen. Ich konnte mit keinem Kalendervorschlag aufwarten, weil meine Kalender deinen Vorstellungen nicht entsprechen. Meine sind nicht für kreative Zusätze geeignet und kosten maximal 10 Euro, daher auch nicht hochwertig vom Material.

  2. Renate sagt:

    Dein Aktionismus ist erstaunlich. Das Wissen morgen und übermorgen nicht im Hospiz antreten zu müssen, setzt Energien frei. Husum wird sicher ein schönes Erlebnis, die Bilder auf der Website sind hübsch. Erfurt muss eine interessante Stadt sein.

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