Aham und Gedanken zum sich neigenden Sommer

Heute sind wir nach längerer Pause mal wieder am Schliersee und haben mittags ein kleine Tour mit den E-bikes gemacht, gegessen und (zu) lange Mittagsschlaf gehalten. Gestern war ich mit Maja in Aham in Niederbayern, um Rolf und Sarah zu besuchen, Sörens Vater und Stiefmutter. Während Rolf mit seinen 84 Jahren noch eine große Ausstrahlung hat und ein waches (sehr spirituelles) Leben führt, ist Sarah nach dem Schlaganfall vor 7 Jahren sehr schwach und nicht mehr in der Lage ein Gespräch zu führen. Dennoch führen die beiden eine intensive und berührende Beziehung. Was aber schwierig ist, dass Sören und die beiden Adoptivsöhne den Kontakt zu ihrem Vater Rolf abgebrochen haben, was ihn sehr schmerzt. Umso größer war die Freude, dass Maja und ich kamen. Wir saßen einige Stunden zusammen, redeten ausschließlich über Wesentliches. Danach noch gemeinschaftliches Beten und Singen in der Kapelle und ein Abendessen im blühenden Innenhof des offenen Klosters, wie der Vierkanthof inzwischen genannt wird, in dem sie mit einer kleinen Gemeinschaft leben. Vor 30 Jahren haben Sören und ich dort eine riesige Hochzeitsfeier gemacht. Damals war das Zentrum gerade gegründet worden. Bei der Autofahrt zurück nach München kam dann das große Unwetter auf uns nieder. Die Wochentage davor waren geprägt von Arbeit, Besuch von Jaron und Luisa und mehrmals Abendessen auf unserer Münchner Terrasse, die wir dieses Jahr gut ausgenutzt haben. Im Gegensatz zu Schliersee, wo wir diesen Sommer nicht häufig waren und es nächstes Jahr intensivieren wollen. Der Sommer neigt sich jetzt deutlich dem Ende zu. Ich bin immer noch voll von den Eindrücken dieses Sommers, insbesondere von den Hochzeiten. Bis jetzt war dieses Jahr ausgefüllt mit viel äußerer und innerer Bewegung und bewegt sein. Wirklich ruhiger wird es nicht, denn nächstes Wochenende fahren wir nach Bielefeld zu dem Cousin- und Cousinentreffen, das vor 3 Jahren ins Leben gerufen wurde und regelmäßig stattfinden soll. Von mütterlichen Seite sind wir 12 plus 12 Partner.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Schmerzlich, aber ist es wirklich verwunderlich? Ich mutmaße, Rolf könnte ein sehr starker Vater (gewesen) sein, in dessen Schatten es schwierig war, zu gedeihen. Ihr hättet „ausschließlich Wesentliches gesprochen“, wie es ihm gelingt, mit Sarah weiterhin berührend zu leben, dass sogar Gebet möglich ist, das sind sehr besondere Aussagen. Ich hatte nicht (mehr?) im Kopf, dass ihr dort geheiratet habt. Wunderbar! Die Sache mit den Terrassen ist auch toll. Und ohje, schon wieder wegfahren! Aber schön: Cousinentreffen!

  2. Renate sagt:

    Die Münchner Terrasse ist auch toll, die Schlierseer noch toller, mit diesem herrlichen Ausblick auf den See. Cousinentreffen, mit so vielen Menschen. Ich würde die 12 noch toppen.

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