Cousins- und Cousinentreffen

Heute schreibe ich mal in meiner Mittagspause, da ich schon ahne, dass es heute Abend auch wieder nichts wird mit Schreiben. Ich habe die letzten Wochen so viele Verabredungen gehabt und so viele Menschen getroffen, dass ich das starke Bedürfnis habe, jetzt mal wieder Zeit für mich zu haben. Das große Ereignis am letzten Wochenende war das Treffen mit den Cousins und Cousinen aus der mütterlichen Verwandtschaft.  Drei Cousins konnten nicht teilnehmen, aber wir waren immer noch insgesamt 18 Personen einschließlich Partner. Freitags waren wir schon morgens mit dem Zug nach Bielefeld gefahren. Mein Vater holte uns ab und wir hatten mit ihm ein paar Stunden im Garten bis wir uns dann mit meiner Schwester und Schwager im Restaurant trafen, die waren gerade aus dem Urlaub zurück. Am Samstag trafen wir uns dann mit den Cousins und Cousinen um 12 im Teutoburger Wald und wanderten mit mehreren Pausen in verschiedenen Lokalen und einmal auf der Sparrenburg durch den Wald auf und ab. Ich ging mit fast allen einmal zusammen. Ich finde es in dieser Konstellation immer sehr interessant, dass wir uns schnell in den Rollen wiederfinden, die wir schon als Kinder miteinander hatten. Dazu muss ich sagen, dass wir schon als Kinder dauernd zusammen waren, weil wir uns viel besucht haben oder zusammen im Urlaub waren. Und genau wie damals entstehen wieder die gleichen Sympathien. Einige mochte ich als Kind schon deutlich lieber als andere und genau so ist es auch heute noch. Dennoch ist es mit allem unglaublich vertraut, denn wir kennen uns ja schon unser ganzes Leben, viel länger als man seine Freunde kennt. Alle sind wir in Beziehungen und haben 1 bis 3 Kinder, die entweder studieren oder schon fertig sind, manche haben auch schon Enkelkinder. Eigentlich ein ziemlich homogener Haufen. Die drei von uns, die geschieden sind, haben auch wieder seit längerem einen Partner, so wie ich.  Die meisten sind sehr gut situiert mit Eigenheim, Urlauben und alles was zu einem Wohlstandsleben gehört. Eigentlich hab ich das alles früher abgelehnt, aber in gewisser Weise ist es bei mir ja auch so. Am Sonntag waren wir alle bei meinem Bruder zum Frühstück eingeladen und Mittags ging es wieder mit dem Zug nach München. Ich bin ziemlich erschöpft und meine Hüften melden sich wieder mehr. Diesbezüglich will ich jetzt noch mal eine andere Ärztin aufsuchen. Mich nervt es, wenn ich so unfit bin.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Das klingt für mich derartig reizvoll, dass ich anfange mir den Kopf zu zerbrechen, wie es sein kann, dass jemand soviel von der Sorte hat und ich gar niemanden. Dieses Vertrautsein zwischen geschwister- und freundschaftlich fasziniert mich (weniger der Umstand, dass alle gleichermaßen wohlsituiert sind….Ich halte gleich Ausschau nach irgendeinem schwarzen Schaf!!). Menschen, die einfach auf der Welt sind, auch wenn mit ihnen der Kontakt – wie könnte es anders sein – nicht kontinuierlich gepflegt wird, sonst käme man ja zu gar nicht mehr. – Was da plötzlich wieder die Hüfte zu meckern hat!? Komisch, so aktiv wie du bist!

  2. Beate sagt:

    mir geht es ähnlich wie Heike: Meine Familie ist mütterlicherseits fast ausgestorben, es lebt noch eine 75jährige Cousine, wir mochten uns nie sonderlich, zumal ich als „schwarzes Schaf“ neben der vorbildlich wohlgeratenen Hiltrud nicht gerade beliebt war. Doch ich kenne das Phänomen von Klassentreffen her: Da sind die Einen, die ich damals schon gerne mochte und die Anderen, mit denen ich weniger Kontakt hatte. Und das fühlt sich viele Jahre später wieder ähnlich an. Was hast Du für eine große Familie! Besonders schön daran ist, wie ihr über die Jahre hinweg vertraut seid und miteinander fröhlich sein könnt.

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