Freundschaften pflegen, Symposium und alter Schmuck

Von draußen strahlt der blaue Himmel in die Wohnung, aber ich bleibe lieber drin, statt raus zu gehen. Wie war die Woche? Montags Linedance Tanzkurs, inzwischen eine lieb gewordene Veranstaltung. Mein Tanzlehrer war früher übrigens Zahnarzt und hat sein Hobby zum Beruf gemacht, nachdem er seine Praxis aufgegeben hat. Das hat mir die Tanzschwester erzählt, mit der ich jetzt öfter nach Hause fahre. Am Mittwoch war ich bei meiner Schilddrüsenärztin zur alljährlichen Kontrolle (alles ok) und danach Yoga. Am Abend Einladung zum Essen bei Freunden in Aschheim. Überall wird jetzt natürlich die Hochzeit thematisiert. Es war ein fröhlicher und kulinarischer Abend. Am Freitag und Samstag war ich auf dem Hellbrügge-Symposium, das einmal im Jahr stattfindet, die erste große Fortbildung in diesem Jahr. Das Zuhören bei einem Powerpointvortrag nach dem anderen auf harten Holzklappstühlen im Hörsaal ist eine Herausforderung an die Aufmerksamkeit. Ich glaube, ich war nicht die Einzige, die zwischendurch weggedämmert ist, soweit das auf den harten Stühlen möglich war. Die Vorträge waren unterm Strich gut und informativ. In den Pausen tendiere ich immer dazu, mich mit den Köstlichkeiten, die angeboten werden, vollzustopfen. Eine Kollegin meinte, das gehöre doch zu jeder Fortbildung dazu, das höre ich gerne. Gestern nach dem Symposium mit Hubert und Gaby, einer ehemaligen Kollegin, auf ein Soulkonzert im Wirtshaus zum Isartal hier in der Nähe marschiert und recht viel getanzt auf Musik, auf die ich eigentlich nicht gut tanzen kann. In der Musikgruppe spielt ein Oberarzt aus dem Kinderzentrum, der gab auch den Anstoß dazu, dorthin zu gehen. Heute Nachmittag fahren wir mit dem Zug nach Weilheim, wo wir uns mit einem anderen befreundeten Paar aus Huberts Kreis treffen, die aus München weggezogen sind. Wir treffen uns in Weilheim auf der Hälfte der Strecke zwischen uns und deren neuem Wohnort. Also noch ein kleiner Ausflug, der heute auf uns zukommt. Neulich hat Hubert ein Säckchen mit altem Schmuck seiner Mutter aus dem Keller mit heraufgebracht. Ich konnte damit nichts anfangen, weil es nicht mein Geschmack war. Tatsächlich hat Hubert den Schmuck zu einem Goldankaufgeschäft gebracht und der Experte war ganz aus dem Häuschen ob der schönen drei Schmuckstücke und hat Hubert 4500 Euro dafür angeboten. Das ist doch echt ein Ding. Einen Teil von dem Erlös wollen wir in die Anfertigung unserer Eheringe stecken, so dass indirekt Huberts Mutter diese mit in die Ehe gibt. So schön langsam muss ich mir Gedanken um Weihnachtsgeschenke machen. Wie jedes Jahr am ersten Advent hab ich erst mal keine genialen Ideen, was ich den Liebsten schenken soll und hoffe, dass die Kinder mir noch eine Wunschliste schreiben. Meistens liegt unterm Weihnachtsbaum am Ende doch viel zu viel. Dieses Jahr freu ich mich eigenartigerweise mehr auf die Adventszeit als sonst. Vielleicht eine Sehnsucht nach Frieden und Verbundenheit, die sich darin zeigt.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Wenn ich nur das Wort „Geschenke“ lese krampft sich mir schon was zusammen. Ein Zahnarzt, der Tanzkurse gibt, ein Oberarzt, der zum Tanz lädt, das klingt alles nett. Über all die „befreundeten Paare“ habe ich ja meinen eigenen Standpunkt, dazu werde ich selber gleich schreiben.

  2. Renate sagt:

    Viel los bei dir und immer wird getanzt. Eine Überraschung für euch im Säckchen. Mit Geschenken habe ich angefangen und bin ganz angetan von meinen Ideen.

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