Die Marken
Am Tag vor unserer Abreise nach Italien eine Führung vom DGB durch den Nordfriedhof gemacht. Ich wusste nicht, dass dort die Sekretärin, der Chauffeur und einer der Architekten Hitlers liegt. Bei Eva geschlafen und von Lenggries aus nach Italien. In Italien, in unserer Ferienwohnung, hatten wir kein WLAN. Bei Hildegard und Jürgen habe ich mal versucht wenigstens bisschen Englisch zu machen, was aber nicht gelang, weil zu laut. Meine Cousine und ihr Mann sind im September, samt Samy ihrem Hund, nach Italien ausgewandert. Eine Dauerbleibe haben sie jetzt, nach langer Suche, gefunden. Die Wohnung, in der sie jetzt wohnen, war nur ein paar Häuser von unserer Bleibe entfernt. Hildegard, die nicht nur begnadet kocht, sondern das auch mit einer Ruhe und Eleganz, hat uns fast jeden Tag kulinarisch verwöhnt. Einmal, ein nachträgliches Geschenk zu Eva’s 70., haben sie uns kleine, pittoreske Städtchen in den Marken gezeigt und uns am Abend zum Essen in ein Lokal eingeladen. Angenehm war, dass wir viel Zeit für uns hatten. Am Mittwoch kam Hildes Sohn und Enkel, da war was geboten in der kleinen Wohnung. Der Enkel, fast 4 Jahre alt, hat voll aufgedreht. Nach dem Essen, es gab Hase, sind wir bald in unsere ruhige Unterkunft gegangen. Früh aufgestanden, um zeitig loszukommen, was dann an mir scheiterte. Obwohl zwei Stunden später als geplant losgefahren kamen wir nur eine Stunde später in München an. Gestern Besuch bei Mama und auf dem Heimweg immer wieder vom Rad gestiegen, wegen Böen von der Seite und starkem Gegenwind.
Welch beschaulicher Besuch in den Marken. Vertraut genug, dass es kein allseitiges Verbiegen gab. Klingt so nett und so, als ob auch der Hund ausgewandert wäre. Ist es ja auch. Erinnert an das Lied: Home is where my heart is….Das Herz des Hundes vermutlich bei Herrchen und Frauchen. Strammes, nahtloses Programm!