Befreiungsfeier in Dachau und Wiedersehen mit Barbara
Dan Dougherty, Abba Naor, Freller und Gabi in der Tagesschau.. Die Befreiungsfeier heute ruft eine Erinnerung an die wenigen Jahre, in denen ich bei der Organisation der damaligen Feiern dabei war und vor allem denke ich an die vielen Zeitzeugen, die damals noch lebten: Max Mannheimer, der nur mit seinem Bruder zusammen Auschwitz überlebt hat; all die Münchener Sozialisten wie Bertl Lörcher, mit denen der Kontakt eng war und meinen Weg in den Vorstand der Münchener Arbeiterbewegung ebnete, wo ich viele Jahre ehrenamtlich Ausstellungen auf den Weg gebracht habe. Barbara habe ich in der Gedenkstätte kennengelernt. Sie arbeitete im Archiv, ihre Leidenschaft war die Literatur, sie schrieb gerade an ihrer Promotionsarbeit. Wir hatten den Auftrag, die Protokolle der Beiratssitzungen zu schreiben. Damals wurde die Gedenkstätte umgestaltet, es gab einen wissenschaftlichen Fachbeirat, in dem auch Zeitzeugen wie Max Mannheimer saßen. Barbara und ich hatten unsere Mühe, die Protokolle so diplomatisch zu formulieren, dass sich weder die Wissenschaftler noch die Zeitzeugen benachteiligt fühlen, die von vornherein sehr unterschiedliche Vorstellungen hatten, wie die Gedenkstätte neu gestaltet werden soll.. Heute war ich bei Barbara und ihrem Mann Roland zum Mittagessen eingeladen. Die beiden wohnen in Weilheim, von wo aus das Buchheim Museum einen Katzensprung entfernt liegt. Nach einem ausgedienten Spaziergang schauten wir uns die Ausstellung „Flächenbrand Expressionismus “ an. Wie grün die Bäume jetzt sind! Es war ein schöner Tag heute!
Hab gestern die Tagesschau verpasst wegen Tár; die habe ich jetzt nachgeholt. Leider Gabi nicht entdeckt! Deine Zeit in Dachau – wenn auch höchst belastend in vielerlei Hinsicht – hat dir einmalige, unwiederbringliche Erfahrungen und Begegnungen beschert. Sogar ein Protokoll kann Glatteis sein – sehr nachvollziehbar!