Urlaub mit Hindernissen
Am Dienstag waren wir kurz davor, den Urlaub abzubrechen. Die Wetterprognose (noch 6 weitere Tage max 17 Grad und Regen), die Kälte draußen und in unserem Häuschen, die Erkältung von Hubert und die Erkenntnis, dass wir zu Hause die Zeit besser nutzen könnten, hatten uns kurzfristig dazu bewogen. Jetzt haben wir eine Woche durchgehalten und morgen soll es tatsächlich besser werden. Letztendlich hatten wir bisher aus jedem Tag was Schönes gemacht. Meistens zu einem der hübschen Orte auf der Insel gefahren, dort herum geschlendert, eingekauft, auf Märkte gegangen, gewandert, lecker in Restaurants eingekehrt und viel geschlafen, gelesen und gekocht. Wir verstehen uns zum Glück gut. Mit dem befreundeten Paar, das im viel schöneren und wärmeren Nachbarhaus wohnt, einen guten Kompromiss zwischen Nähe und Abstand gefunden. Meist sitzen wir einmal am Tag für ein halbes Stündchen bei denen auf der Terrasse, waren einmal wandern und haben am einzigen Sonnentag draußen Fisch gegrillt. Die beiden waren schon viele Male auf Elba und haben gute Tipps. Nächste Woche sind noch zwei Wanderungen mit ihnen und ein gemeinsames Essen geplant. Die Insel ist unglaublich fruchtbar. Selten habe ich so eine Vielfalt an Pflanzen gesehen. Durch den vielen Regen ist alles saftig und grün. Ich bin zwar jetzt auch erkältet trotz der vielen Schichten an Anziehsachen und fühl mich körperlich nicht so wohl, aber ich bin jetzt doch zuversichtlich, dass die restlichen Tage schön werden.
Ich habe das mit dem befreundeten Paar nicht ganz verstanden. Gemeinsamer Urlaub? Nachbarschaft? Das mit dem „viel schöneren Haus“ ist fatal im unmittelbaren Vergleich. Sowas kenne ich nicht von dir – es muss also gravierend sein. Vielleicht nicht urige Einfachheit, sondern eher eine etwas lieblose Behausung? Süden nasskalt verfehlt das Ziel und geht an der Sehnsucht vorbei, die uns in den Süden lockt! Obendrein Erkältung!! Sehr schade. – Ich war nur einmal auf Elba, da waltete durchwegs Pech.