Verabschiedung, die Stones und das Wetter
Ein freier Tag am Dienstag- na so was: 1Tag arbeiten, ein Tag frei, 1 Tag arbeiten usw. , so sieht diese Woche aus! Termin bei der Gynäkologin: es ist alles okay, aber ich soll doch bitte die Mamografie machen, ich sei schließlich in dem gefährlichen Alter! Bei strömendem Regen bin ich weiter zu Hugendubel und habe den Gutschein meiner Kollegen für drei Bücher eingelöst. War glücklich. Ausblick auf neue Lesewelten, in die ich in den nächsten Tagen eintauchen werde. Sirena rief an: auch auf der griechischen Insel ist es zapfig kalt, aus dem erhofften Badeurlaub wird ein Wander- und Fitnessraumurlaub. Auch Alina wollte mich sprechen, sie und Simon wollten für ein paar Tage kommen und sie sei unschlüssig, an welchem der kommenden Wochenenden es passen würde.
Besonders schön ist es, dass am freien Dienstag ausgeruht in die Uni gehen konnte. Seit zwei Jahren bin ich sporadisch bei Vorlesungen im Rahmen des Seniorenstudiums dabei.In diesem Semester ist das Thema besonders toll: Die 68er Bewegung. Diesmal: „Have you seen her dressed in blue? See the sky in front of you“ (Jagger/Richards, 1967). ich war die erste, die ankam und ich nahm ganz vorne Platz, nicht auf der Seite mit den großen Ohren auf der Lehne, die für die Schwerhörigen reserviert ist. Nach und nach trudelten sie ein, Frauen und Männer, mit Krückstock oder ohne, aber alle sichtlich in Vorfreude. Auch ein paar junge Student*innen kamen und nahmen Platz Schließlich kam eine Frau rein, die um Aufmerksamkeit bat. Die Vorlesung wird verschoben, aufgrund des drohenden Bahnstreiks habe man dem Referenten geraten zu Hause zu bleiben.
Mit Walter bin ich wieder einmal gewandert, in der Jachenau, zum Wasserfall. ich hatte die Stöcke dabei, für alle Fälle, habe sie nicht gebraucht, aber es war recht mühsam zu laufen, weil mir die Füße weh taten. In Kochel haben wir noch einen kleinen Abstecher ins Franz Marc Museum gemacht. Kaffee und Kuchen und zum dritten Mal Ausstellungsbesuch.
Am Samstag Nachmittag war ich zum Geburtstagsfest bei Katharina eingeladen, eine kleine Gartenparty zu siebt. Es gab Quiche und Salat und Kuchen, alles sehr fein, Katharina ist eine prima Köchin. Langsam wird es wärmer, wir können länger draußen sitzen. Der Sommer kündigt sich an
Eine fabelhafte Woche. Nachdem wir gestern im Sommernachtstraum bei Brandauer miteinander heiße Tränen vergossen haben lache ich jetzt welche bei deiner köstlichen Schilderung des Seniorenstudiums. Zum Brüllen. Dass dir die Füße wehtun höre ich sonst von dir nie. Schade. Und – wie gesagt – scheiß auf die Mammografie.
Die Stühle mit den großen Ohren sind herrlich. Vom Seniorenstudium musst du mal berichten. Das könnte ich mir auch für später vorstellen. Schade, dass sich alle Senioren umsonst auf den Weg gemacht haben. Ansonsten klingt deine Woche mehr nach Freizeit als nach Arbeit. So lässt es sich aushalten. Wieso tun dir die Füße weh? Das passt ja gar nicht zu dir und deinen zig tausend Schritten pro Tag.