Gießen, genießen, lieben
Zum Schrebergarten von Linda und Andy geradelt. Gegossen und dabei wurde meine helle Hose ziemlich dreckig, vom Gartenschlauch. Wieder heim geradelt, umgezogen, in der kurzen Zeit bis zu meinem erneuten Aufbruch, kam der Sanitärmensch, der den Abfluss in der Küche durchpustete. Danach ins Café Tribeka geradelt, wo ich mich mit Heike traf zu einem sehr, sehr ausführlichen Gespräch, traf. Mit kalten Füßen, erfüllt von dem guten Gespräch, heimgefahren. Zur Hautärztin, die mir das kleine Ding im Gesicht rausstanzte. Die Sprechstundenhilfe, die ins Zimmer kam, gefragt, ob sie zum Handhalten kommt. Ja, das kann ich auch, ihre Antwort und legte ihre weichen Hände auf meine. Die Spritze, das Brennen hinterher war, Dank der lieben Helferin, gut auszuhalten. Da es am Vormittag nicht sehr schön war hatte ich keine Brotzeit, keinen Kaffee, keine SZ und kein Buch dabei, für den Aufenthalt im Schrebergarten. Zu Alnatura, Pfister und zu dem Bücherschrank, bei dem netten Kiosk. Im Garten gab’s Latte Macchiato mit Breze, das ausgeliehene Buch, die Beine in der Sonne. Stundenlange Ruhe, am späten Nachmittag gegossen. Wieder ins Café Tribeka, mit Inge, die sehr unzufrieden mit ihrer Bestellung war, dass auch sehr deutlich sagte. Resonanz, ein sorry oder eine Geste der Wiedergutmachung kam nicht. Schreibnachmittag bei Heike, der Ablauf anders, flexibler gestaltet, war sehr anregend. Mit Linda, Andy und den Kindern zu Eva nach Lenggries gefahren. Die große Frage der Kinder war, kommt Micha? Und er kam und war fortan von den Kindern eingenommen. Zur Isar, durch kleine, ziemlich kalte Seitenwässer gegangen. Andy hat Steine für den Garten gesammelt. Micha durfte die Kinder abwechselnd durchs Wasser tragen und Staudämme bauen. Sie lieben ihn und die Enttäuschung, dass er so selten kommt, ist für sie kein Thema mehr. Sie haben einen Umgang damit gefunden und genießen die Zeit, wenn er da ist. Kinder!!! Heute ist wieder Muttertag.
Deine Woche klingt bunt und abwechslungsreich. Dass im Garten sitzen schwierig werden kann ohne Option, irgendetwas konsumieren zu können – Kaffee oder Lektüre – kenne ich zu gut. Allein die Möglichkeit hilft: deshalb immer Stift, Papier und möglichst ein Reclam im Gepäck. Im Tribeca gibts kein Pardon – alles wenig professionell. Mein Lieblingskellner an beiden Tagen nicht da. – Dass Micha geliebt wird, wenn er auch kaum zu greifen ist – wen wundert’s?