Zahnarzt, Pit, Wochenende mit Justus und Jolien
Am Montag hat mich mein Zahnarzt reingeschoben. Um den Pendelverkehr mit der U-Bahn zu vermeiden und weil ich nicht zu spät kommen wollte, bin ich nach der Arbeit in Großhadern bis Maxvorstadt wie eine Verrückte mit dem Fahrrad gefahren durch Regen und Wind. Ich war komplett nass geschwitzt, als ich mich auf dem Zahnarztstuhl nieder ließ. Leider ist ein Stück von der kürzlich erst angefertigten Brücke abgebrochen, das hat mein Zahnarzt noch nie erlebt. Provisorisch geflickt und Termin für neue Brückenanfertigung ausgemacht. Geht auf Garantie, ist aber nervig für alle. Dennoch war ich danach froh. Die Woche verging gemächlich. Arbeit macht mir im Moment wieder Freude. Mittwoch mit Heike telefoniert, da sie ihre schwierige Schreibgruppensituation besprechen wollte. Ich fühlte mich geehrt, dass sie mich gefragt hat, auch wenn ich die Situation im Nachhinein nicht richtig eingeschätzt hab. Am Abend Einladung zu Pit und Karin in Aschheim. Beide haben sich auf unserer Hochzeit mit Corona infiziert und waren immer noch geschwächt davon, da es ihr erstes mal war. Dass es ausgerechnet Pit mit seinen chronischen Erkrankungen erwischen musste, der deshalb fast nie unter Leute geht, ist arg und mindert etwas die Freude über das Fest. Am Freitag fuhren wir zum Schliersee , um dort das Wochenende mit Justus und Jolien zu verbringen. Die beiden waren schon eine Woche dort und sind immer noch da. Ich halte immer etwas die Luft an, wenn Hubert und Justus zusammen sind, da die beiden eine nicht so entspannte Beziehung in der Vergangenheit hatten und die Anspannung auch jetzt noch spürbar ist. Aber die Freundin hat so etwas ausgleichendes wie ich ja auch und so war das Wochenende richtig gut. Wandern, Mittagessen im Biergarten, Schlierseer Seefest am Abend mit den traditionellen Trachtenvereinen vom Schuhplattler, Tanzgruppen bis Feuerwerk auf dem See und Disco danach war viel geboten. Trotz Regenwetter richtig nette und friedliche Stimmung war das bei diesem gut besuchten Dorffest. Heute zurück nach München. Nachmittags Auer Dult und Pizza essen in der Au. Was für ein junges Viertel. Lauter junge Erwachsene mit Babies saßen um uns herum.
Das mit dem Zahn ist sowas von ätzend – ich weiß schon, warum ich mich drücke, wie`s nur geht! Ich hab mich immer gewundert, dass viel weniger von Justus die Rede ist. Du hast aber mal gesagt, es sei alles ok. Also so halb…Ich mag ihn und seine Freundin und mir ist, als würde ich die zwei schon „richtig“ kennen. Ich wusste nicht, dass sich jemand auf der Hochzeit infiziert hat. Furchtbar, bei chron Erkrankten aber wohl mit allem überall möglich. Dass du dich geehrt gefühlt hast lässt mich schmunzeln. Sonst alles bayrisch – und schon wieder Auer Dult??
Den Sohn von Hubert habe ich gar nicht auf dem Schirm, da du nicht viel über ihn geschrieben hast, anderscals über seine Tochter. Das Corona auf eurer Hochzeit umging wusste ich nicht und das es ausgerechnet einen chronisch Kranken erwischt hat, ist schlimm.