Frisör, reduzierter Junggesellinnenabschied, Waldfest und endlich meine Ruh

Mein Urlaub begann am Freitag mit einem Frisörbesuch am Nachmittag. Da meine eigentliche Frisörin, die ich als Mensch so gerne mag, krank war, hatte ich den Termin bei der von mir nicht so geliebten Kollegin, die zwar gut Haare schneiden kann, aber sehr rabiat vorgeht und im Gespräch nicht sehr inspirierend ist. Ich hab gesagt, ich brauche mal einen neuen Look und den hab ich jetzt. Kurz, verwuschelt und „pflegeleicht“, weil ich nicht mehr über die Bürste föhnen muss. Ich finds ganz gut. Abends hatte meine Trauzeugin Florence ein kleines Fest für mich organisiert, das war ein verspäteter Junggesellinnenabschied. Wir hatten zum Teil  Frauen oder Kolleginnen eingeladen, die nicht auf der Hochzeit waren. Leider hatten zwei abgesagt, eine ist nicht gekommen, so dass wir nur zu 5. waren. So konnten wir alle auf Florence Balkon Platz finden und gemütlich zusammen sein, essen und trinken. Ich war aber enttäuscht und auf die eine Frau sauer, da sie nicht mal abgesagt hatte, bzw erst einen Tag später. Gestern fuhren wir zum Schliersee, wo wir mit 8 Gästen, die auch noch hier übernachtet haben, auf dem Waldfest waren. Das ist so ein kleines Volksfest mit Musik, ähnlich wie auf der Wiesn, welches vom hiesigen Skiclub jedes Jahr organisiert wird. Mir war gar nicht nach feiern zumute. Mein Kleid war mir zu eng, die Gespräche haben mich angestrengt und gelangweilt und ich hätte lieber meine Ruhe gehabt. Während die anderen nach dem Waldfest noch lange hier am Haus auf der Terrasse saßen, bin ich ins Bett gefallen. Heute nach dem Frühstück sind alle wieder gefahren und ich hab endlich Ruh. Ich fühl mich etwas asozial, weil ich so gar keinen Spaß an den Kontakten hatte, aber ihr könnt das sicher verstehen. Letzten Mittwoch traf ich mich mit Heike im Tribeca, was mir sehr gut gefallen hat. Diese Art von Gespräch ist im Vergleich zu denen am Wochenende gehaltvoll und die Stunden vergehen schnell. Am frühen Abend hatten Hubert und ich in einem Lampengeschäft in der Schleißheimer Str. was zurückzugeben und trafen uns danach noch mit Maja und Jaron im Scheidegger, wo ich früher öfter war, als ich noch um die Ecke wohnte. Eine Konstellation, mit der ich mich auch wohl fühle. Der August ist weiter voll mit Verabredungen, wenigstens jetzt mit Sommerwetter.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Das klingt schwer nach Überdosis! Dennoch, selbst wünschenswerte Kontakte mit reichhaltigen Gesprächen kosten irgendwie Energie, auch wenn sie gleichzeitig Quelle sind. Es braucht Pausen, um alles zu verarbeiten, nachklingen zu lassen. Insofern ein ewiger Balanceakt. Dass jemand nicht richtig absagt ist enttäuschend. Jetzt erstmal aufatmen! Und hoffentlich genug Muße und freier Himmel, um Sternschnuppen zu gucken…

  2. Beate sagt:

    das Geplaudere mit Frisösen ist mir von jeher stets auf den Keks gegangen. Am besten wäre eine, die konzentriert und ohne smalltalk die Haare schneidet. Im Sommer unzählige Verabredungen- das kennen wir wohl alle und wenn er Überdruss kommt, heißt es, sich zurückzuziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert