Ein paar Tage am Attersee
Die Fahrt zum Attersee mit Gabi und Alexander ist inzwischen schon jeweils ein Jahr im Voraus fest eingeplant. Diesmal wat es besonders schön und harmonisch. Wir waren „nur“ zu acht. Der feste Bestandteil sind Alexander, Felix und Claus, die drei Freunde aus der Schulzeit mit ihren Frauen. Claus und Sally wohnen in Minnesota. Toll ist die Unterkunft, im geräumigen Bauernhaus, der türkisblaue See und die schönen Wanderwege, aber auch das gemeinsame Kochen am Abend und das Beisammensitzen mag ich sehr. Diesmal war der See warm, man konnte lange darin schwimmen. Was mich aber ganz besonders gefreut hat: Ich bin mit Gabi, Felix und Moni den Nikoloweg vor zwei Jahren gegangen, da mussten mir Moni und Gabi dauernd die Hand reichen und ich war sehr überfordert im Gelände. Diesmal sind wir in ähnlicher Konstellation aufgebrochen und ich habe den Weg alleine ohne Hilfen geschafft. Ich war nicht einmal „hinten dran“, konnte im gleichen Tempo. laufen. Als wir dann auf dem Schiff saßen, um in unseren Ort zurückzufahren, war ich von Herzen froh, als haääte ich einen hohen Gipfel bestiegen.
„Der letzte Satz“ von Seethaler war auch in meinem Gepäck. Er stand schon länger im Bücherregal, diesmal fand ich ihn unter „S“ mühelos und wollte ihn noch einmal lesen, weil ich auch gerne zu Gustav Mahlers Komponierhäuschen schaue, wenn ich in der Gegend bin. Gerade, wenn ich die ausführliche Biographie im Häuschen mit dem Text von Seethaler ergänze/ vergleiche, ergibt sich ein stimmiger Eindruck.
So haben wir denn „den letzten Satz“ (unter S!) äußerst unterschiedlich aufgenommen! Dass du – vermutlich dank deiner kontinuierlichen Arbeit an Gangsicherheit und Balance – den Weg ohne Straucheln und Ängste bewältigt hast ist ein mess- und wahrnehmbarer, freudiger Fortschritt. Gratuliere! Muss ein tolles Gefühl sein mit freierem Blick auf die Naturschönheiten rundherum.
Das ist ja toll, dass du die selbe Wanderung so viel besser schaffst als vor zwei Jahren. Normalerweise ist es ja umgekehrt und man wird schwächer. Was hat sich genau verbessert? Kraft, Ausdauer, Koordination? Worauf führst du das zurück ? Jedenfalls habt ihr eine sehr schöne Tradition mit den alten Schulfreunden, ist nicht selbstverständlich.
Bravo, dass du den Weg ohne fremde Hilfe gehen konntest. An diesen Erfolg kannst du anknüpfen. Ich kenne den Nikoloweg nicht, weiß ich nicht ob er recht steil ist. Schön auch das Treffen mit alten FreundInnen.