Manche ziehen das Pech an, das Korsett wurde angepasst und Mama singt

Langes Telefonat mit Inge, die von ihrer Reha zurückkam. Das die Reha nicht ihren Erwartungen entsprach wusste ich im Vorfeld. Jetzt muss evtl. auch ihr Knie operiert werden, auf das sie vor Rehaantritt gestürzt war. Wie kann es sein dass bei ihr soviel schiefläuft? Kann Unglück angezogen werden oder sind es es schon die Erwartungen, dass es so und so nichts wird? Bei mir verlief die Woche gut. Die letzten zwei Tage in diesem Jahr gearbeitet. Mit Eva und Christa das Ziel für unser jour fix rausgesucht, wenn das Wetter mitspielt, geht’s vom Ellbachtal zum Kloster Reutberg und zurück. Am Buß- und Bettag bei den Kindern gewesen, am nächsten Tag nur Luis vom Kindergarten abgeholt. Das Korsett von Emilia hat der Orthopädietechniker innen verstärkt, was ihr sehr weh getan hat,  bis sie sich wieder daran gewöhnt. RentnerInnentreffen. Dreizehn Personen sind aus unserer ehemaligen Clique gekommen, fast alle kennen sich seit 1968. Es ist so toll dass wir wieder engeren Kontakt haben. Die Jahre zuvor bin ich lediglich bei den legendären Festen dabeigewesen. Leider wurde die WG, die seit den siebziger Jahren, mit wechselnden MitbewohnerInnen bestand, vor ein paar Jahren aufgelöst. Das Haus, eine ehemalige Wirtschaft, wird nun an Monteure vermietet. Gestern Besuch bei meiner Mutter. Spaziergang, bei eisigem Wind. Mit Mama gesungen, sie konnte fast alle Texte. In einer Sendung über Singen mit dementen Menschen habe ich gehört, dass singen viele Bereiche im Gehirn stimuliert. Treffen mit Gabi heute, wie immer Café und Spaziergang im Waldfriedhof.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Ob sich die Frage nach „Pech“, self-fulfilling prophecies je klären lässt? Ob Zufriedenheit Ergebnis von Disziplin, Charakter oder Schicksal ist? Alles zusammen? Wie bei Tagore (achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte; achte auf deine Worte, und sie werden Taten, achte auf deine Taten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal). Ich weiß, das kennt jeder. – Euer Rentnerinnentreff ist ja der Knüller! – Dass Singen Wunder wirkt, wissen wir. Trotzdem ist es staunenswert.

  2. Ines sagt:

    Ich glaube, es gibt beides. Manche Menschen haben mehr Glück, manche mehr Pech als andere. Die Einstellung dazu verstärkt das Gefühl, Pech zu haben. Der Glückspilz sieht in manch negativen Ereignissen was Positives. Dolle Sache, dass noch 13 Leute von der alten Clique sich treffen und im Kontakt stehen. Wohnen die ehemaligen WG BewohnerInnen jetzt alle einzeln?

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