Gute Erfahrungen und ein seltsames Ereignis in Coburg

Und noch einmal Autofahren! Noch ein letztes Planspiel in diesem Jahr, in Coburg. Eigentlich wollte ich mein Deutschlandticket nützen, mit der Bahn fahren, aber durch den Bahnstreik, durch die Baustelle zwischen Nürnberg und Bamberg und letztlich, weil ich der Bahn gar nicht mehr trauen mag, saß ich letzten Sonntag wieder im Auto. Ich hatte eine richtig schöne Fahrt: Sonnenschein, die Straßen frei, keine Laster. Das Hotel in Coburg war sehr hübsch, es lag am Rand der Altstadt, ich hatte ein ruhiges Zimmer. Uwe und Birgit trafen kurz nach mir ein und wir gingen zusammen zum Italiener. Das Essen dort schmeckte vorzüglich und wir beschlossen, auch an den anderen Abenden dort hin zu essen. Die Planspiele kamen gut an, die Schülerinnen und Schüler spielten begeistert mit . Die Direktorin kannte mich noch von meiner letzten Brüsselfahrt und war uns von Anfang an sehr wohl gesonnen. Schließlich gingen wir mit der Einladung nach Hause, dass wir gerne im nächsten Jahr wiederkommen sollen. Eine Aufregung gab es am zweiten Abend: Wir liefen hoch zur Feste, um uns in dem weitläufigen Areal die Füße zu vertreten und auf die verschiedenen Türme zu steigen. Es war sehr still, wir waren allein da oben, es regnete. Dann war von einem Moment auf den nächsten alles anders, einige Polizeiautos kamen mit Blaulicht gefahren, Polizisten stiegen aus, hatten Hunde dabei, ein Hubschrauber kreiste mit Wärmebildkamera über der Burg. Auch Krankenwägen kamen den Weg hoch gefahren. Am nächsten Tag stand in der Zeitung, man habe Haarbüschel gefunden und Kleidungsstücke und man könne ein Verbrechen nicht ausschließen. Erst Tage später meldete sich eine Frau, die wohl erzählte, sie habe sich in einem Gebüsch ausgezogen und sie habe sich auch da die Haare geschnitten. Eine seltsame Story, aber Gottseidank eine relativ harmlose Auflösung! Wieder zuhause angekommen, hatte ich erst einmal weder Lust auf Spazierengehen noch auf sonstige Unternehmungen. Erst heute, am Sonntag, lud ich Walter zum Frühstück ein und machte mit ihm einen langen Spaziergang am Olympiagelände.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Was so harmonisch und beschaulich und gelungen und positiv anfängt mündet beinahe in einen Krimi! Ja, merkwüdige Geschichte, wirklich! Mit vorwehnachtlich – nein – das wird einfach nichts. Ich allerdings habe mir gestern ein exzessives Kartenschreiben gegönnt. Dass du der Bahn nicht mehr trauen kannst ist echt schade, aber es ist nunmal folgerichtg. Dass da nochmal gestreikt wurde – mir verdirbt es die letzte Sympathie.

  2. Renate sagt:

    Was es alles gibt! Von Harmonie bis Krimi war alles dabei. Die Bahn und ihr Ruf, alles andere als zuverlässig und dann noch diese Streiks. Coburg lässt dich nicht los, auf ein Neues im nächsten Jahr.

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