Wandern durch Schneepracht, Locationsuche, Bloggen aus dem Zug heraus

Es ist Samstag Abend. Ich sitze in der BOB von Schliersee nach München. Hubert bleibt noch dort. Morgen kommt meine Kleingruppe zu mir nach München und da brauche ich die Zeit zum Vorbereiten und Hubert würde natürlich bei der Gruppe stören. Ich find es ganz gut, dass wir das auf diese Weise lösen. Vielleicht ist das auch ein Zukunftsmodell, wenn ihr oder die Peergruppe zu mir kommt. Der heutige Tag war unglaublich schön. Morgens schon strahlte der blaue Himmel und der Schnee glitzerte so, dass man geblendet war. Nach dem Ausschlafen und Frühstücken zogen wir uns richtig warm an und brachen mit frischen Semmeln und Äpfeln im Gepäck zu einer Winterwanderung auf. So eine herrliche Winterpracht habe ich lange nicht gesehen. Da gerät sogar eine Winterhasserin wie ich ins Schwärmen. Nachmittags mit gutem Gewissen im Haus gechillt und später gekocht und dann fuhr mich Hubert zum Bahnhof. Wie so oft bin ich voller Dankbarkeit für dieses privilegierte Leben mit seinen schönsten Seiten. Unter der Woche war normaler Alltag. Telefoniert mit der Frau von Sörens Adoptivbruder, die gerade eine depressive Episode durchmacht und Paarprobleme hat. Ich hab mich gewundert, dass sie auf mich zurückgreift, weil wir uns nicht besonders kennen geschweige denn mögen, aber scheinbar hat mein Schwager ihr das aus der Not heraus vorgeschlagen. Ob ihr das Gespräch geholfen hat, kann ich nicht sagen, aber sie will mich in 2 Wochen noch mal anrufen. Einmal war ich bei meiner Gynäkologin mit dem Ergebnis, doch noch mal eine Hormonersatztherapie zu beginnen. Auf der Suche nach einer Location für unsere gemeinsame Geburtstagsfeier im Sommer mussten Hubert und ich feststellen, dass die Eventlocations, bei denen wir angefragt haben,  so übermäßig viel Geld verlangen, dass es nicht mehr verhältnismäßig ist. Für diese Summen könnte man nochmal heiraten. Jetzt werden wir wahrscheinlich wieder das viel günstigere Café K6 mieten, in dem ich bereits meinen 50. Geburtstag gefeiert habe. Der Besitzer hat bereits den Termin für uns reserviert. Cool. Mittwoch war ich mal wieder beim Zahnarzt zur Zahnreinigung. Am nächsten Tag hatte ich ein Kilo weniger auf der Waage, weil die damit verbundenen Schmerzen und der Adrenalinausstoß bei mir eine immense Verbrennung auslöst. Die Essenseinladung am Donnerstag bei Pit und Karin hat den Zahnarzteffekt dann aber wieder zunichte gemacht. Wenn ich aus dem Zugfenster schauen, ist tiefschwarze Nacht. Noch 1/2 Stunde, dann bin ich daheim. Eigenartige Vorstellung ohne Hubert einzuschlafen. Ich denke, ich mache mir eine Wärmflasche als Ersatz.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Eine Wärmflasche als Ersatz klingt gut! – Kilos solltest du besser nicht jeden Tag vor und nach Mahlzeiten, Stresszuständen, Bewegung usw messen – das brauche ich dir nicht zu sagen, ich mach es leider selbst nicht anders. – Um Winterpracht incl. gemütlichem Ort seid ihr zu beneiden. – Heute habe ich eine Mutter eines ehemailigen Schulkameraden von Jakob getroffen – dein Alter, hübsch, schlank. Auch sie heiratet. Ihre Lokation: am Mariahilfplatz – klang gut. Mir fiel auf, wie mir so ganz plötzlich der Altersunterschied spürbar wird – ich habe mich noch nie so alt gefühlt wie auf diesem gemeinsamen Weg. Beschissenes Gefühl.

  2. Beate sagt:

    Auch ich war diese Woche beim Zahnarzt- bei einem neuen, weil mein alter vorzeitig in den Ruhestand gegangen ist. beim Hinweg in die Ohmstrasse hatte ich ähnliche Zustände wie Du, meine Backen waren dunkelrot und mein ganzer Körper arbeitete auf Hochtouren. Was ist das bloß, dass mit dem Thema „Zähne“ so ein Stress einsetzt?
    Dass Ihr mit dem Haus in Schliersee ein wahres Juwel habt, kann ich gut nachvollziehen! Ich erinnere mich an viele Besuche auf dem tief eingeschneiten Kreinsberghof, nach denen ich glücklich über die schönen
    Wanderungen ins schmuddelige München zurückkehrte

  3. Renate sagt:

    Zähne scheinen gerade das Thema zu sein. Lange kannte ich keine Angst vor dem Zahnarzt, das hat sich geändert. Ob ich abnehme nach einer Sitzung muss ich mal testen. Heute erstmal eine Nelke gekaut. Die Idee mit Schliersee ist naheliegend und gut, weil viel über homeoffice gemacht werden kann.

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