Eine fade Woche, Reisepläne, Großdemo

Die ganze Woche über war ich nicht auf der Höhe meiner Kraft- immer wieder zog es mich schon um 9.00 Uhr ins Bett , auf den ersten wenigen Zeilen der Lektüre fielen mir  bereits die Augen zu. Entsprechend langweilig der Alltag: Aufräumen, Putzen, Spaziergänge, Fitnessstudio. Sehr beeindruckt hat mich der Film „I’m a noice“. Was Heike darüber schreibt, kann ich nur bestätigen. Ich war beeindruckt, ja überwältigt von der Klarheit, mit der die Zerrissenheit und Genialität von Joan Baez gezeigt wird, eine Würdigung und zugleich teilweise Demontage einer Ikone. Der Abschnitt zum Schluss über die Darstellung des Missbrauchs schier nicht zu ertragen.

Der Ausblick in dieser eher faden Woche: Ich habe meine sämtlichen kleinen und größeren Fluchten im kommenden Jahr organisiert. Zusammen mit meinen Terminen, an denen ich arbeiten werde, werde ich oft lange weg sein- im Februar auf Teneriffa, im März auf einem Seminar, im gesamten Monat Mai in Zypern und Griechenland, im August in der Eifel, im November auf Formentera. .Gemessen daran, dass meine Kollegin Brigitte, die gleichzeitig mit mir in die Rente gegangen ist, erst mal für zwei Monate nach Afrika abgedüst ist, sind das bescheidene Ausflüge.

Ja, und dann die Demo heute. Ich war mit Alexander und Gabi, Till, Barbara, Walter und Hubert verabredet. Wir fanden uns auf Anhieb und waren bis zur Auflösung von dem Teil, in dem wir mitgelaufen sind, vor dem Haus der Danubia, zusammen. Wie gut, dass  in München so viele Menschen zusammengekommen sind! Wie gut, diese Vielzahl der Demonstrierenden zu sehen! Meiner Cousine Ines, die in Jena dabei war, ging es ganz anders, denn die Nachbarn in dem Dorf, in dem sie wohnt, sind fast alle für die AFD

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ob AFD Anhänger zum Nachdenken kommen, wenn sie diese riesigen Demos gegen Rechts sehen, ist zu hoffen. Aber wahrscheinlicher ist, dass sie sich in der Opferrolle sehen. Das ganze Jahr schon mit Urlaub verplant, krass. Wir werden davon erfahren.

  2. Renate sagt:

    Zu dem Haus der Danubia zu kommen war für uns unmöglich. Wir standen am Unicafe. Ob diese Demos die AFD beeindrucken, wohl eher nicht. Bescheiden finde ich deine zahlreichen Reisen nicht.

  3. Heike sagt:

    Erster Gedanke bei deinen schier pausenlosen „bescheidenen Ausflügen“: ob es da noch zu gemeinsamen Schreibterminen kommt, falls deine verbleibenden Möglichkeiten nicht in die Kalender der anderen passen? Fluchtmodus? Freiheit? Kürzlich gelesen: Urlaub sei die populärste Form des Glücks. – Dass du im wahrsten Sinn im Freundeskreis demonstrieren konntest finde ich schön. Dass die AFD davon beeindruckt wird glaube ich keinesfalls. Es ist m.E. auch viel zu viel von ihr die Rede – es gilt, Mitmenschen aufzuwecken – viele davon wissen vielleicht gar nicht so genau, woran sich dieses Gedankengut anlehnt.

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