Der Fuß, der Fuß….
Seit ich von Teneriffa zurückgekehrt bin, bestimmt mein weher Fuss das Alltagsgeschehen. Er lief blau, grün, rot, lila an, tat zunehmend weh, mit Kühlen, Salbe und Hochlegen war es nicht getan, also humpelte ich zum nächstgelegenen Orthopäden am Hohenzollernplatz, wurde abgewiesen, weil er mich wegen seines überfüllten Wartezimmers nicht aufnehmen konnte, also Fahrt zum Rotkreuzkrankenhaus, dort hätte ich 4 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen müssen und angesichts der hustenden Mitwartenden fuhr ich wieder heim. Sabine gab mir den Tipp, gleich in die Radiologie zu gehen, dafür brauchte ich aber eine Überweisung. Die holte ich mir von der Vertretung meiner Hausärztin. Dann ging alles wie geschmiert: Röntgen, dann neuer Raum, ein Arzt, der sagt, der Hax ist gebrochen, Schuh drüber für 6 Wochen, mit dem Taxi nach Hause. Am Abend klingelte es und die Ärztin stand vor meiner Tür, meinte, sie habe den Arztbericht bekommen, ich bräuchte unbedingt Heparin und überreichte mir zwei Spritzen. Ich war erstaunt, denn sie war bei der ersten Begegnung alles andere als freundlich gewesen.
Barbara brachte mir gestern Krücken, ich bin vorerst versorgt. Morgen bereite ich meine Fahrt nach Bingen vor. Dort ist das nächste Plansiel. Hermes halt am Dienstag meinen Koffer ab und am Sonntag geht es mit dem Zug ab an den Rhein.
Wie ich dir das nachfühlen kann! Klar, Heparin, wochenlang – das hatte ich ganz vergessen. Krücken hätte ich auch noch auf Lager gehabt, die kriegt man normalerweise gleich mit, dachte ich. Ja, alles ist dominiert und deine Reise kann was werden… Dass die Ärztin vor der Tür stand, super! Keine Ärztin dürfte sich vorwerfen lassen wollen, Heparin unterlassen zu haben.
Das eine Ärztin persönlich vorbeischaut ist eine Seltenheit. Toll! Gut dass es Taxis und Hermes gibt.