Bingen ohne Hildegard
Am Samstag Abend kam mein Zug in München an. Geschafft! Eine Woche arbeiten lag hinter mir: Jeden Tag mit dem Taxi hoch auf den Berg fahren, zur Freude meiner Kollegen, die den steilen Anstieg mit Gepäck in den letzten Jahren mühsam gefunden hatten. Das war ein guter Auftakt! 6 Euro kostete eine Fahrt (in München würden die Taxifahrer den Vogel zeigen, in Bingen scheint es ganz üblich zu sein, auch für nur kurze Strecken zur Verfügung zu stehen. Freundlich waren die Schüler in allen fünf Klassen und sie haben begeistert gerade in meinen Gruppen mitgearbeitet. Im Anschluss gingen wir essen bei einem Italiener, der an allen Tagen ausgebucht war. Dementsprechend gut hat es auch geschmeckt, es gab ein vorzügliches Essen dort. Ich malte mir an allen Tagen schon ab dem Vormittag aus, welches beglückende Mahl ich für diesen Abend aus der Speisekarte auswählen würde. Der Preis der vollen Tische war aber eine Geräuschkulisse, die unangenehm war. Bingen- ich bin weder zum Hildegard-Denkmal gelaufen noch zur Burg, noch zu dem Weinbergen noch zum Rhein. Viele Leute kommen anscheinend in die Gegend, um Urlaub zu machen, Wein zu trinken und zu radeln, ich hingegen behalte nur die Schule, den Italiener und das Hotel in Erinnerung . An jedem Abend fielen mir schon während der Nachrichten die Augen zu.
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