Eröffnung Terrassen- und Biergartensaison, Down-Syndrom Tagung, Stippvisite am Schliersee, Belastungen überall mich ausgenommen

Heute ist zwar schon Dienstag, aber erst jetzt komme ich dazu die letzte Woche zu Papier bzw auf die Tasten zu bringen. Anfang der Woche war das Wetter, soweit ich mich erinnere, richtig sommerlich. So  haben Hubert und ich am Dienstag die Terrassensaison eröffnet und das erste mal draußen zu Abend gegessen. Dass es auch am Mittwoch noch richtig schön war, erinnere ich, weil ich mit der Peergruppe, die bei mir stattfand, ebenfalls draußen sitzen konnte. Und am Abend waren Hubert und ich zudem das erste mal im Biergarten am Flaucher, was essensmäßig ein Reinfall war, auch das Bier hat mir nicht geschmeckt. So sommerlich hätte es weiter gehen können, aber seit Donnerstag ist es wieder kalt und regnerisch und ich musste oft Regenkleidung auf dem Fahrrad tragen. Dienstag und Donnerstag war ich nach der Arbeit im Fitnessstudio. Am Freitag nach Feierabend beim Friseur und danach mit Hubert im Möbelgeschäft Home 24, wo wir zwei Stühle für ein Zimmer in Schliersee ausgesucht haben. Am Abend ging es dann mit einer Gruppe von Teilnehmern der Down-Syndrom Tagung ins Restaurant Blaues Haus an den Kammerspielen. Die Tagung, die dieses mal von unserer Münchner Trisomie 21-Sprechstunde organisiert wurde und zu der aus ganz Deutschland, Österreich und Schweiz Teilnehmer kamen, wurde am Samstag fortgesetzt. Ausgesprochen interessante Vorträge. Ich fühl mich dann oft nicht besonders kompetent angesichts des geballten Wissens, was von den Vortragenden vermittelt wird. Ich blieb nur bis 14 Uhr, schwänzte die Workshops und düste wie der Wind mit dem Rad zum Harras, wo ich mit Hubert und Bertin in die BOB nach Schliersee stieg. Wir besprachen die baulichen Änderungen, die Bertin in Schliersee im oberen Gästezimmer vornehmen soll, dafür hatte wir am Tag vorher die Stühle bestellt. Nach 3 Stunden in Schliersee fuhren wir wieder zurück und gingen noch in München in unserer Nähe in einem griechischen Lokal was essen. Am Sonntag zunächst die Slowenienreise weiter geplant und Unterkünfte gebucht, dann die Schreibgruppe bei Beate. So lange treffen wir uns jetzt schon und immer wieder ist es richtig gut. Abends Tanzkurs, was immer eine Herausforderung an die Paardynamik ist, zum Glück nur mit leichten Nervereien. Mir fällt bei Gesprächen mit Freunden oder Arbeitskollegen oft auf, dass fast alle unter zu viel Belastung leiden, sei es in der Arbeit, körperlich, psychisch oder finanziell oder alles zusammen. Viele klagen über zu wenig Zeit und krisenhaften Zustände. Aus irgend einem glücklichen Grund habe ich diese Belastungen nicht. Noch fühl ich mich gesund, habe ausreichend Zeit für alles und genug Geld und keinen schweren Arbeitsstress, auch wenn mich meine Arbeit oft fordert. Mein Kalender ist angenehm gefüllt, bietet aber insb. durch den freien Mittwoch ausreichend Zeit für meine Erholung und Interessen. Zum Teil liegt es daran, dass Hubert so unglaublich fleißig ist und ich vieles nicht mehr machen muss, was früher dazu gehört hat, wie z. B. Containermüll, Autowartung, Getränke kaufen, Wasserkocher entkalken,  Termine mit Putzfrau ausmachen etc. Auch kümmert er sich um alle Reparaturen und recherchiert im Internet, wenn wir etwas anschaffen müssen. Das ist schon sehr komfortabel. Aber auch ohne diese Hilfe hätte genug Zeit. Woran mag das liegen?

 

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2 Antworten

  1. Renate sagt:

    Mal Sommerjacke, dann wieder Daune. Deine Woche war gut gefüllt. Das Hubert soviel übernimmt, ist ein Segen. Für mich, die ich seit Jahrzehnten alles alleine manage, kaum vorstellbar. Dein Leben frei von Sorgen und Belastungen, außer die Herausforderungen an die Paardynamik. 🙂

  2. Heike sagt:

    Mir fällt immer auf, dass du insgesamt nicht dazu neigst, den Rucksack zusehr vollzustopfen, eben nicht das Unersättliche – vielleicht hast du deshalb weniger Druck? Auch nicht alles Leid der Welt auf dich beziehst? Also eher eine Frage des Gemüts? Ich versuche das auch, aber oft gelingt’s nicht und ich komme in die absurde Lage, (Zeit-) Druck zu fühlen. Dein Pensum an Verantwortlichkeiten hast du in erster Ehe zur Genüge abgeleistet… Tanzkurse als Zerreißprobe für die Paardynamik- höre ich öfters! – Toll, dass ihr Bertin habt!

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