Weiterziehen, schön waren die Wochen auf Zypern!
Limassol, das Institut von Ruth. Ich kann ins Internet gehen und will endlich schreiben. Heute Abend sitze ich im Flieger nach Athen. Das Pfingstfest ging und geht an mir vorbei. Hier hatten sie grad das Osterfest zu feiern. Heute ist ganz normaler Montagsbetrieb.
Hier, im südöstlichsten Teil Europas spürt man sehr, dass die Uhren anders ticken. Flugstunde nach Israel: 1 Stunde, ein Schmelztiegel von internationalen Firmen, Ruth verdient mit ihrem Institut sehr gut, es gibt hier Lehrer, die nicht nur Schüler, sondern auch Arbeitnehmer von Firmen unterrichten, Begriffe wie „Ausländeranteil“ wären eine Lachnummer, allein 1/4 der Bevölkerung sind Russen und Ukrainer. Gesprochen wird englisch, gefahren wird englisch Linksverkehr usw. Ruth und Nearchos waren sehr bemüht, mir viele Sachen, Plätze zu zeigen, in den Bergen und am Meer. ich wollte auch wieder in das syrische Restaurant gehen, das mir früher so gefallen hat. Heute ist es umgezogen, in die Stadtmitte, 10x so groß mit vielen Mitarbeitern, der Tisch biegt sich von Köstlichkeiten.
Ich habe unglaublich viel gelesen, um Ferguson geweint, wenn die Augen müde wurden, habe ich im Hörbuch weitergehört. Bin nicht müde geworden, was für eine Sprache, was für ein Mensch, was für ein Bild der amerikanischen Gesellschaft der Nachkriegszeit und später, wie sehr bange und freue ich mich mit ihm, Ferguson. Die Zeiten mit mir allein und Ferguson tun mir so gut! Zuhause habe ich nicht die Ruhe, stundenlang zu lesen, immer stehen irgendwelche Alltagsbelange im Weg, nehmen mir die Zeit. Ja, in einer Version stirbt Ferguson an einem Aneurysma ich bin an der Stelle, wo er in Frankreich seine Mutter verabschiedet und seine Befürchtung, er könnte sie zum letzten Mal gesehen haben, sich einlöst, er stirbt bei einem Autounfall.
Ja, und das noch: Das Wasser iim Meer ist warm hier! Wir waren schon ein paar Mal schwimmen. In die Sonne lege ich mich am Meer aber nicht, sie hat eine Strahlung, die ich unangenehm finde. Aber im Haus in den Bergen ist das Klima milde. Vor ein paar Tagen sind wir gar nicht raus gegangen. Saharastaub, der für die Lunge schädliche Wert soll unter 60 sein, er maß in der Nähe vom Haus 180. Am nächsten Tag war dank eines starken Windes und etwas Regen in der Nacht der Spuk vorbei
Ich wusste nicht, dass Saharastaub auf die Lunge geht. Hier auch? Dann sind wir zwei in Ferguson verbunden – Wahnsinn! Du schreibst, dass auf Zypern die Uhren anders ticken. Da fällt mir die Aufzugszene ein, als er 13 Stunden eingesperrt ist bei Stromausfall. Was du schreibst zeigt mir, dass ich keine Ahnung von Zypern habe. Schöne Weiterreise!
Zypern ist wirklich ganz weit weg und auch mir fremd. Die Nähe zu Israel und Gaza war mir gar nicht bewusst. Weiterhin schönen Urlaub, du Reisende.