Goethe, Lied und diese Hitze

Eine Woche im Hospiz liegt hinter mir. Am Donnerstag kam Emilia nach der Schule zu mir in die Arbeit,  mit einem so schweren Rucksack, der all ihre Bücher und Hefte trug. Tags zuvor hatte sie nach Sandschaufeln am See extreme Rückenschmerzen. Zusammen Luis abgeholt, obligatorisch in die Patagon-Eisdiele gegangen. Zu Hause mit Luis gespielt, Thema Echsen und Reptilien. Emilia verzog sich in ihr Zimmer, um zu telefonieren. Traf sich dann mit ihren Freundinnen im Hirschgarten. Luis ging in den Hof, wo seine Freunde warteten. Längeres Gespräch mit Linda, ohne Zwischenrufe der Kinder. Goethe bei Heike gelesen. Goethe der mir wenig vertraut war, wird es mehr und mehr. Die Sprache anfangs sehr gewöhnungsbedürftig geht mir mehr und mehr ein und das Lesen des Textes wird zunehmend flüssig. Preysinggarten mit Gabi unsere beiden Geburtstage nacheifern, mit anschließendem Schumann-Liederabend im Prinzregententheater. Gabis Geschenk für mich zum Geburtstag. Ich war mit Eva heuer oder war es Ende letzten Jahres bereits bei einem Liederabend, auch mit Gerhaher. Die Auswahl seiner Lieder am Freitag war eine andere. Bei dieser Hitze, die mir sehr zusetzt, zu Mama geradelt. Mama saß wieder in der Sonne. Kaum ist Sylvie im Haus geht Mama vom Schatten in die Sonne. Sylvie ist relativ schnell aufgebrochen. Ich habe ihr den Weg zur Surfwelle, vorbei am Teehaus und den Kaskaden, die mich immer an einen Zen-Garten erinnern, erklärt. Sie kam vollkommen erfüllt von der Ruhe an diesem Wasser zurück. Allerdings auch wenig erfreut von den Menschenmassen, die sich in der U-Bahn noch enorm gesteigert haben. Taylor Swift KonzertbesucherInnen, die sich zu Zehntausenden in die U-Bahn quetschten. Gestern ein Gewitter, mit einem Knall, der auch Inge senkrecht im Bett stehen ließ. Heute war die Wohnung dran, Ficus gestutzt, gebügelt,  Schachteln, gefüllt mit Zeug für den Flohmarkt, in den Keller getragen. Im Keller gleich weitergemacht.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Wenn Emilia in ihr Zimmer geht, um zu telefonieren oder wenn wie sich mit ihren Freundinnen im Hirschgarten trifft, könnte man denken, sie ist schon ein Teenager. Aber dann schaufelt sie wieder Sand auf dem Spielplatz und muss einen viel zu schweren Schulranzen auf ihrem kleinen Rücken tragen. Auch erstaunlich, dass deine Mutter sich bei der Hitze in die Sonne setzt statt, wie alle anderen, den Schatten zu suchen. Zum Glück gibt in München noch manche Orte, an denen man Ruhe finden kann. Die Großveranstaltungen in München sind die Hölle.

  2. Heike sagt:

    Taylor Swift – das war der Name, nach dem ich gesucht habe! Ich habe schon massenhaft aufgeputze junge Leute gesehen und wusste nicht, was das sollte – glitzend, geschminkt und die meisten einfach scheußlich. Dass die Kinder jetzt schon selbständig verabredet sind ist mir neu – ein Meilenstein und sehr erfreulich!

  3. Beate sagt:

    ja, ja, die aufgeputzten Teenies, die sich wie ihr Vorbild fühlen, egal, wie der Glitzerkrams ihnen wirklich steht! Und bald, sehr bald, ist die kleine Emilia auch so weit, ihre angebeteten Vorbilder zu finden! Die kleinen Verabredungen sind ein Vorgeschmack: So spannend, wie sie „immer größer werde, jedenTag ein Stück…“

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