Besuch von Birgit aus Berlin

war die vorletzte Woche ruhig und beschaulich, so war die vergangene ausgesprochen unternehmungslustig
Mit Birgit habe ich mich gut verstanden, viel unterhalten und wir gingen uns nicht auf die Nerven. Eigentlich auch erstaunlich: Bislang hatten wir nur als Kolleginnen Kontakt, da ging es fast ausschließlich um die Schüler, die Lehrer, das Planspiel. Nach einem gemeinsamen Essen nach getaner Arbeit verabschiedeten wir uns schnell, denn die Planspiel-Tage sind auch anstrengend. Ganz anders jetzt, wir saßen jeden Abend bis Mitternacht. Wir waren in zwei Filmen (Konklave, Emilia Pérez), liefen auf diversen Weihnachtsmärkten herum und machten Ausflüge an den Chiemsee und nach Salzburg . Dort war der schönste Weihnachtsmarkt, eigentlich konnte man auch da nur „das Übliche“ sehen und kaufen, aber die Anordnung des Gezeigten, die breiten Gassen zwischen den Ständen, also die Übersichtlichkeit trugen zu einem sehr angenehmen Rundgang bei. Zudem sind wir viel gelaufen, durch den Olympiapark, den Nymphenburger Park, den Englischen Garten. Jeden Tag mehr als 14000 Schritte. Am Freitag dann „Der Fiskus“ im Metropoltheater. Ein Sprechtheater, mit eben dieser Thematik. Wie schon so oft dachte ich mir, es ist immer von hoher Qualität, was im Metropoltheater gezeigt wird, wobei die Steuer- Thematik verständlicherweise nicht an mein Herz rührt…Insgesamt war es ein volles Programm, das ich mir da ausgedacht habe und Birgit gefiel es sehr. ich habe öfter an meinen Vater gedacht. Im Gegensatz zu meiner Mutter, die am liebsten im Bett lag um zu lesen, war er gesellig und genoß es, wenn er Besuch hatte, dem er seine Lieblingsplätze zeigen konnte. Salzburg war so ein Ausflugsziel. Aber voll in diesen Genuss kam er erst, als meine Mutter unter der Erde lag und er allein und schon krank war. Dann setzte er sich in die Autos der Ungarn, der Verwandten aus Thüringen kommend oder von Sigi, der den Garten Pflegte und es sehr schätzte mit meinem Vater durch die Gegend zu fahren.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    So fließt doch einiges an väterlichem Blut in deinen Adern – auch du kannst deine Unternehmungslust erst richtig in vollen Zügen genießen, seit deine Mutter kein Salz mehr in die Suppe streut. Schönes Geschenk für Birgit, was du ihr alles geboten hast und interessant, wie du eure Ausflüge erlebt hast!

  2. Ines sagt:

    Für Birgit hast du ein dolles Programm zusammengestellt. Wenn man so viel unternimmt, hat man auch viel Gesprächsstoff. Dennoch erstaunlich, dass der Besuch nach einer Woche noch nicht anstrengend wird. Ich brauche immer nach 2 Tagen Besuch eine Pause.

  3. Renate sagt:

    Tolles, volles Programm.

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