Tanzen im HP8, im Vazi essen, Grease im Deutschen Theater, vorgezogene Weihnachtsfeier, Koffer packen für Madeira

Am Montag wurde der Kursraum meines Linedance Kurses kurzfristig vom Haderner Stern in einen Tanzsaal ins HP8 verlegt. Das ist für mich perfekt, da muss ich nur über die Straße gehen. Die meisten Mittänzerinnen haben sich aufgeregt, insbesondere weil der Grund war, dass sich eine Teilnehmerin aus dem Kurs vor uns über unseren Tanzlehrer beschwert hat und ihn der sexuellen Belästigung bezichtigt hat. Das ist so falsch wie absurd und einfach eine Frechheit. Er hatte sich lediglich in der Unisex Umkleidekabine umgezogen, als die Frauen aus dem vorherigen Kurs sich zum Umkleiden dort eingefunden haben und wurde dann beschimpft, ein Spanner zu sein. (Absurd, weil er ungefähr 65 Jahre ist und offensichtlich schwul und ganz bestimmt die hässlichen alten Weiber in diesem Kurs nicht anschauen will). Dennoch finde ich den neuen Raum im HP 8 viel besser und hoffe, das bleibt so.

Am Mittwoch nach der letzten Yogastunde für dieses Jahr, endlich Zeit gehabt für das Schreiben von Weihnachtskarten und -briefen, was mir nicht schwer fiel. Donnerstag bis zum Umfallen gearbeitet und abends mit Hubert in ein georgisches Lokal in unserer Nähe essen gewesen. Es heißt „Vazi“ und wird von einer georgischen Witwe mit ihren erwachsenen Töchtern betrieben. Überraschend gutes und mal ganz anderes Essen hatten wir im voll ausgebuchten Restaurant an der Theke sitzend, ganz gemütlich.

Freitag letzter Arbeitstag für dieses Jahr. Am Abend war ich mit Maja im Deutschen Theater verabredet. Mit ihr dort ein Musical anzuschauen, hat auch schon eine Tradition. Ihr gefällt so etwas und sie wünscht sich den gemeinsamen Besuch jedes Jahr von mir zu Weihnachten. Dieses mal wurde „Grease“ gespielt von einer unglaublich professionellen Truppe von Musical-Darstellern, die toll singen und genauso toll tanzen können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit dem Englischen zurechtzukommen, war ich begeistert und mitgerissen. Den Film „Grease“ hatte ich damals mit ungefähr 13 Jahren im Kino gesehen und fand ihn als Teenie grandios. Die Musik hatte ich noch im Ohr. Eine schöne Tradition. Nächstes Jahr brauchen wir dann einen Babysitter, wenn wir die Tradition fortsetzen wollen. 

Samstag war dann für den Abend die vorgezogenen Weihnachtsfeier mit unseren Kindern geplant. Den ganzen Tag Vorbereiten und Einkaufen fürs Menu, welches außer dem Raclette noch eine Vor- und Nachspeise beinhaltete. Wie habe ich mich gefreut, dass sie dann am Abend alle kamen, insbesondere Jaron, den ich seit dem Sommer nicht mehr gesehen hatte. Er sieht jedes mal anders aus, wenn ich ihn sehen, dieses mal ohne Bart und mit Gold lackierten Fingernägeln. Ich fands schön, habe aber nicht gefragt, ob es etwas zu bedeuten hat. Zum Einstimmen habe ich den Text vorgelesen, den Heike ihrer Weihnachtspost beigelegt hatte (der verheilte Knochen). Das Essen war kommunikativ und lustig mit Maja, Bernd, Jaron und Luisa. Obwohl wir uns nichts schenken wollten, gab es ein paar kleine Geschenke und wir hatten dann sogar eine kleine Bescherung, was mir viel besser gefallen hat als die Berge von Geschenken, die wir an früheren Weihnachtsabenden ausgepackt haben. Danach wurde noch gespielt und die Zeit flog dahin. Um 3 Uhr sind sie dann gegangen bzw. Luisa war schon vorher ins Bett gegangen.

Heute bin ich ein bisschen verkatert, aber glücklich über den schönen Abend. Heute habe ich für die Reise nach Madeira meinen Koffer gepackt. Wir fliegen zwar erst am Hl Abend ganz in der Früh, übernachten aber schon von Montag auf Dienstag in einem Hotel am Flughafen, damit wir morgens rechtzeitig am Gate sind und ganz entspannt mit der S-Bahn hinfahren können.

Für mich ist Weihnachten jetzt eigentlich schon gelaufen. Auf Madeira feiern die Menschen wie verrückt Weihnachten und auch Silvester, das werden wir dann als Touristen genießen, mal anders. Ich freu mich schon darauf, bin aber vor Reisen immer etwas aufgeregt.

 

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Wie schreckich, diese Szene aus dem Tanzkurs! Eine von euch hat sich beschwert? Wird sie jetzt hoffentlich rausgemoppt? Heute kann das ganz schnell gehen, dass so ein Mann weg vom Fenster ist. Inzwischen vielleicht auch wieder nicht mehr, nachdem (auch) falsche Beschuldigungen Schule gemacht haben. Warum HP8? Kann man dort nicht „spannen“? – Georgisch? Wie interessant! – Tolle Tradition ohne Ideenstress, ich hatte euch im Status gesehen! – Wie schön, eure Feier! Bis 3 Uhr nachts, sowas gab’s bei uns noch nie. Das mit der Geschichte freut mich!

    • Ines sagt:

      Die Frau ist in dem Kurs, der vor unserem stattfindet. Unser Kurs hält zusammen. Im HP8 kann man die Begegnung mit dieser Person vermeiden. Außerdem gibt es Umkleiden für beide Geschlechter. Die lackierten Fingernägel bei Männern sollen Solidarität mit Opfern von Sex.Gewalt ausdrücken, laut Google.

  2. Renate sagt:

    Diese Beschuldigung ist heftig. Wie lässt sich so etwas wieder aus der Welt schaffen?. Das mit den lackierten Fingernägeln wusste ich nicht. Weihnachten auf Madeira, das wird bunt, glitzerig und laut werden.

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