Ciao Madeira, hallo Schliersee, Spieleabend und eine Frau für Jaron

Letzten Sonntag waren wir noch auf Madeira. Das kommt mir heute, eine Woche später, schon fast irreal vor. Gegen Ende des Urlaubs konnte ich die Tage dort mehr genießen. Allerdings blieb das Problem, dass es am Abend und in den Innenräumen wegen fehlender Heizung echt kalt war und ich es nur mit vielen Schichten Kleidung übereinander ausgehalten habe. Einmal haben wir eine Whale-watching  Tour auf einem alten Schiffskutter gebucht. Erst wars toll und aufregend – haben Delfine und einen Wal gesehen – dann aber wurde ich seekrank und ganz elend. Letztendlich habe ich wieder gemerkt, dass das Leben auf dem Schiff nichts für mich ist. Rückblickend fand ich an dem Urlaub belebend, so viel an der Luft zu sein, den blauen Himmel und das Meer täglich zu sehen und an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr, die ich zu Hause oft versandele, jeden Tag etwas zu unternehmen und in Bewegung zu sein. Die Insel werde ich dennoch nicht weiter empfehlen. Übrigens haben wir Silvester ausgesprochen ruhig verbracht. Hubert hat sich sogar auf zwei Schreibimpulse eingelassen, was mich richtig gefreut hat. Um Mitternacht lagen wir dann schon im Bett, nachdem wir den Jahresübergang in Deutschland durch das Radio bereits eine Stunde früher miterlebt hatten. Hier in München waren wir nur einen Tag, um auszupacken, Wäsche zu waschen und ins Fitness zu gehen, bevor wir am Freitag wieder aufgebrochen sind, um nach Schliersee zu fahren. Kontrastprogramm zu Madeira: draußen eiskalt und Schnee, drinnen mollig warm durch den Kachelofen. Einmal auf den Schliersberg hochgestapft, bevor wir Besuch bekamen von Sascha und Patricia. Außerdem kam Jaron dazu, was mich sehr gefreut hat. Ich hatte ihn seit dem Vorweihnachtstreffen nicht mehr gesehen. Gemeinsam Spielen, Kochen und noch mal Spielen. War ein schöner Tag und Abend. Heute nach dem Frühstück sind sie wieder gefahren und wir haben dann auch bald zusammengepackt, denn es zog mich nach Hause und das Wetter war greislich. Von Sören hatte ich erfahren, dass Jaron vor kurzem eine Frau hier in München auf einer Party kennen gelernt hat. Natürlich musste ich Jaron dazu etwas ausquetschen, was er nur widerwillig ertragen hat, weil die „Beziehung“ noch so am Anfang ist. Aber immerhin habe ich erfahren, dass sie eine 34 jährige Architektin ist, die in München im Glockenbachviertel alleine lebt und arbeitet und sich wohl für ihn interessiert wie auch umgekehrt. Ich wünsche ihm sehr, dass er wieder mal eine Beziehung hat, die letzte ich lange her und ich glaube, er sehnt sich danach. Mal sehen.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Euer Frieren auf Madeira erinnert mich an unseren Einzug in Colle Umberto, Umbien, 1979. Nie werde ich vergessen, wie das war. – Der arme Jaron – hat nichts erzählt und dann hast du ihn befragt? Unsere verschlossenen Söhne…. – Ob Sommer oder Winter – das Durchgepustetsein von Luft, Wind und Wassernähe ist für mich das einzig Werte, sich in die Ferne zu begeben, die manchmal gar nicht so fern sein muss.

  2. Beate sagt:

    Wie wichtig es doch ist, dass die Räume gut beheizt werden! ich hatte ein ähnliches Unwohlsein, als ich Alina an Weihnachten besucht habe! ..und muss spontan an Habeck denken und seine Bücklinge im saudischen Herrscherhaus – wie unglaublich unzufrieden und meuternd wäre die ganze Bevölkerung gewesen, hätten wir wegen Öl- und Gasmangel die Wohnungen im ganzen Land nicht heizen können!

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