Rückblick: Die vergangene Woche

Heute war ich wählen. Ich habe eine weitere Woche Fernseh- und Spiegelkonsum hinter mir. Der einzige Artikel, den ich wirklich wichtig fand, war von Heinrich August Winkler, einem Historiker, den ich überaus schätze.Er weist darauf hin, dass die Verfassungsväter des GG kein individuelles Grundrecht auf Asyl vorgesehen haben – entgegen der Argumentation der Gegner der CDU-Vorschläge zur Migration Ansonsten redundant der Schlagabtausch mit den bekannten Argumenten und Phrasen, die jeweils sehr wohlfeil klingen.
Doch es war noch mehr los in dieser vergangenen Woche. Ruth hat mich besucht und wir waren in den Kammerspielen, in der ausverkauften „Nora & Die Freiheit einer Frau“, eine sehr gelungene Aufführung, mit der Ibsen und Èdouard Louis mit Einschüben von weiteren Textpassagen ein wahres Gesamtkunstwerk gelungen ist. Etwas störend die vielen Hust-Attacken vieler Leute…und da war auch noch der Herr, der bei der Aufführung des Musäums in der Goethestrasse neben mir saß, auch er war stark gebeutelt von einer Erkältung, er nieste und musste sich dauernd die Nase putzen. Trotzdem war die Lesung von Sabine und Laura und vor allem vom „Christbaumbrettl“ ausgesprochen kurzweilig. Besonders freute mich, dass auf meiner anderen Seite Heike saß (geteilte Freude, wie schön!)
Inzwischen gehe ich viel lieber ins Fitnessstudio. Am Donnerstag kam ich mit einer sehr alten, sehr „runzeligen“ Frau ins Gespräch, die viel beweglicher als ich mit einer auffälligen Eleganz die Übungen macht. Wir redeten darüber wie schön es ist, im Alter noch zu arbeiten, gerade mit jungen Leuten. sie ist Psychoanalytikerin und hat sich die Grenze von 90 Jahren gesetzt, mit der sie dann vielleicht doch aufhören will. ..Und mitten in der Woche habe ich Sirena in ihrer Mittagspause beim Inder getroffen. Sie war auf dem Sprung ins Wirtschaftsministerium und sah beeindruckend elegant und streng aus, ich war ein wenig irritiert.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Dann hast du also ein zweites Viren geschwängertes Event gesund überstanden? – Ich weiß nicht, ob die Gründungsväter des GGs schon eine Situation vor Augen gehabt haben, die der heutigen entspricht? Oder gerade und allen voran diese, das „damals“ noch vor Augen? Wie kannst du wählen gewesen sein? Brieflich? – Als Psychoanalytikerin mag hohes Alter ideal sein. Großer Erfahrungsschatz, „schwebende Aufmerksamkeit“, Überblick über den Wandel der Gesinnungen und Werte über Jahrzehnte hinweg – fern von urteilendem Eifer!

    • Beate sagt:

      Ich war in der Riessstrasse wählen! Total genial:Raus aus der U-Bahn, 5 Schritte ins Amt, Kreuze gemacht, rein in 2 Briefumschläge. Und wieder heim. Briefwahl war mir zu unsicher nach den Erfahrungen mit meiner Weihnachtspost, die erst Mitte Januar die Adressaten erreichte. Am Wahlsonntag bin ich in Trier,,,

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