Erste Frühlingsgefühle, Ärger mit einer Mutter, Mammographie, Still-BH, Müde im HP8

Schon am Donnerstag hatte ich erste Frühlingsgefühle, als ich in die Arbeit geradelt bin. Erstmals musste ich morgens und abends auf dem Arbeitsweg nicht mit Licht fahren und wurde von Vogelgezwitscher begleitet, so auch gestern, Freitag. Die Woche war nicht sehr aufregend. Montag letztes mal Linedance. Aber in drei Wochen startet schon der nächste Kurs mit einer etwas anderen Zusammensetzung. Am Dienstag viel und lange gearbeitet. Einmal hatte ich eine Situation, die selten vorkommt, dass eine Mutter mit ihrem Kind wutentbrannt den Termin bei mir abgebrochen hat, weil ich dem Kind nicht die von ihr gewünschte Diagnose gegeben habe. Sie war fixiert darauf, dass ihr 2-jähriger eine Form von Autismus hat, was ich nicht bestätigt habe. Manche Eltern wünschen sich so eine Diagnose, damit sie selber entlastet sind und nicht Erziehungsfehler an dem schwierigen Verhalten des Kindes Schuld sind. Vielleicht hätte ich etwas professioneller handeln können, aber ich musste eh an mich halten, da die Mutter mit ihrem aus dem Internet angelesenen Halbwissen ziemlich genervt hat. Das Kind tut mir Leid, mal sehen, ob ich noch mal was von der Mutter höre. Vielleicht schreibt sie jetzt auch eine schlechte Bewertung im Internet. Am Mittwoch war ich bei der Mammographie, die ich alle zwei Jahre mache. Ist für mich Routine und keine große Sache. Danach zur hochschwangeren Maja. Nachdem sie mir alle Neuanschaffungen fürs Baby, unter anderem Kinderwagen, Autositz, Kinderstühlchen samt Wippe und die ganzen winzigen, süßen Anziehsachen gezeigt hat, waren wir noch gemeinsam bei Galeria und haben ihr zwei Still-BHs gekauft. Ein Baby kann kaum willkommener sein als dieses. Donnerstag Fitnessstudio und abends, weil ich alleine war, bei Germanys Next Topmodel hängen geblieben. Obwohl sich Heidi Diversität auf die Fahnen geschrieben hat, sind die meisten Anwärterinnen für den Titel sehr groß und sehr dünn wie eh und je. Viele haben schon Erfahrung als Model, sind Influencerinnen oder haben seit Kindesbeinen das „Laufen“ geübt. Gestern, Freitag, war ich bei meiner Orthopädin, um meine MRT Bilder vom Knie zu besprechen. Nach den Bildern müsste ich ziemlich starke Knieprobleme haben und operiert werden, aber ich habe keine Schmerzen und kann das Knie ohne Probleme bewegen. Deshalb wird jetzt nichts gemacht und weiter beobachtet. Die MRT Aufnahmen wurden nicht gemacht, weil ich Beschwerden hatte, sondern weil ich eine Zyste in der Kniekehlen bemerkt hatte. Am Abend klassisches Konzert im HP 8, das hatte ich Hubert zum Geburtstag geschenkt. War toll, wenngleich ich es am Abend nach einer langen Woche schwer finde, auf dem Sitz nicht einzuschlafen. Oft habe ich zwischen 20 und 21 Uhr einen toten Punkt und mir fallen auch zu Hause auf dem Sofa die Augen zu. Wenn der Punkt überwunden ist, kann ich bis 23 Uhr wach bleiben. Heute, Samstag, bleiben wir in München. Schönes Frühstück, dann Markt, dann Stadt. Bei Galeria eine Hose für Hubert und bei Kustermann Gläser und bei Hugendubl ein paar Bücher erstanden. Draußen saßen die Leute in den Lokalen und auf dem Viktualienmarkt und genossen die erste Frühlingssonne. So gefällt mir München immer ganz gut. Morgen wird es spannend, wie die Wahlen ausgehen und welche der kleinen Parteien die 5% Hürde schafft. Hoffentlich erhält die AfD nicht so viel Stimmen, aber ich befürchte es.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Für mich stehen Müdigkeit und überraschende Kälte den Frühlingsgefühlen etwas entgegen – aber wenn plötzlich das Leben in der Stadt erwacht, dann ist das alljährlich ein tolles Gefühl! Kustermann lockt mich in letzter Zeit auch – sensationell, was es da alles Tolles gibt. KnieOP ohne Schmerzen, das wäre das höchste! Die Entwicklung von GNTM ist spannend – ich weiß nichts davon; solche Programme haben wir nicht. – Deine Schilderung aus dem Kinderzentrum katapultiert mich in Beratungsstellenzeiten zurück. Sehr unangenehm. Ich könnte gleich ein ganzes Buch an Erinnerungen aufblättern. Ich fühle mit dir – und irgendwie auch mit der Mutter. Dass die – meist Mütter – mit den fertigen Diagnosen kamen, die gerade populär waren, war zu meiner Zeit schon an der Tagesordnung. Damals waren es meist ADHS und Hochbegabung. In deiner Spezialsprechstunde ist es Autismus. Und ja, eine Diagnose entlastet ungemein.

  2. Heike sagt:

    …an der Tagesordnung war übertrieben und abfällig: Es kam vor, sollte ich besser schreiben. Mit schwerwiegenden Folgen in mindestens einem Fall damals.

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